Projekt des DGK-Zentrums für kardiologische Versorgungsforschung

German-Acute Heart Failure (G-AHF) Register

Anhand des G-AHF Registers soll die systematische Erfassung des „Status quo“ der Patientenpfade in und aus der Notaufnahme in Institutionen mit nach aktuellem Stand optimalen Versorgungsstrukturen im Sinne von zertifizierten HFU-Zentren sowie ein Abgleich der Pfade mit der Verfügbarkeit von alternativen Versorgungsstrukturen und der bedarfsgerechten Versorgungsintensität erfolgen. Des Weiteren dient das Register der systematischen Erfassung von klinischen Qualitätskriterien im Rahmen der Akutdiagnostik und Akuttherapie der akuten Herzinsuffizienz.

Studiendesign

Beim G-AHF Register (Pilotphase) handelt es sich um ein prospektives Beobachtungsregister im Sinne der Qualitätssicherungsbeschreibung, in welchem sämtliche Patienten mit akuter Herzinsuffizienz ohne vorherige kardiopulmonale Reanimation registriert werden sollen. 

 

Wissenschaftlicher Hintergrund

Die akute Herzinsuffizienz bietet ein sehr breites Spektrum der Schwere der klinischen Manifestation von einer leichten Verschlechterung der Dyspnoe-Symptomatik oder Flüssigkeitsretention bis hin zum kardiogenen Schock oder Kreislaufstillstand. Dementsprechend kann der Primärkontakt der Patienten*innen mit akuter Herzinsuffizienz in allen Sektoren der Notfallversorgung stattfinden vom Hausarzt, Facharzt, Notfallpraxen der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) bis über den Rettungsdienst sowie primären Vorstellung in Zentralen Notaufnahmen von Krankhäusern unterschiedlicher Versorgungsstufen. Die Patientenpfade bei der Versorgung von Patient*innen mit akuter Herzinsuffizienz hängen sehr stark von den Strukturen des jeweiligen Gesundheitssystems ab und können damit nicht ohne weiteres aus Daten anderer Länder auf das deutsche System übertragen werden. Für Deutschland existieren bisher nur wenige systematische Daten zur Notfallversorgung von Patient*innen mit akuter Herzinsuffizienz. Die Etablierung eines qualitätssichernden Registers ist gerade im Kontext der aktuell anstehenden Umstrukturierungen im Bereich der Notfallversorgung von herausragender Bedeutung, um anhand detaillierter Kenntnisse den Kapazitätsbedarf in Notaufnahmen abschätzen zu können sowie Patientenpfade bedarfsgerecht umzustrukturieren und damit effizienter zu machen und letztlich die klinische Akutversorgung qualitativ zu verbessern. Daher ist der Aufbau eines prospektiven „German - Acute Heart Failure“ (G-AHF) Registers nicht nur aus medizinischen, sondern auch aus versorgungswissenschaftlichen Gründen von elementarer Bedeutung. 

 

Projektlaufzeit

Die Pilotphase beschränkt sich auf 1 Jahr, danach erfolgt nach positiver Evaluation eine Fortführung als flächendeckendes Register zur akuten Herzinsuffizienz der DGK. 

 

Ansprechpartner

Wissenschaftliche Leitung

Prof. Dr. med. Roman Pfister

Klinik III für Innere Medizin
Herzzentrum der Universität zu Köln
Kerpenerstr. 62
50937 Köln

E-Mail: g.michels@bbtgruppe.de

Wissenschaftliche Leitung

Prof. Dr. med. Guido Michels

Notfallzentrum

Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Trier

Medizincampus Trier der Universitätsmedizin Mainz

Nordallee 15

4292 Trier, Deutschland

E-Mail: g.michels@bbtgruppe.de