Adaptive Servoventilation verbessert den rechtsventrikulären Strain bei Patienten mit obstruktiver Schlafapnoe früh nach akutem Myokardinfarkt: Ergebnisse aus der randomisierten TEAM-ASV I Studie

J. Pec (Regensburg)1, R. Tanacli (Berlin)2, H. Fox (Bad Oeynhausen)3, S. Stadler (Regensburg)1, S. Driendl (Regensburg)1, O. Oldenburg (Münster)4, F. Zeman (Regensburg)5, S. Buchner (Cham)6, S. Kelle (Berlin)7, M. Arzt (Regensburg)1
1Universitätsklinikum Regensburg Klinik und Poliklinik für Innere Med. II, Kardiologie Regensburg, Deutschland; 2Deutsches Herzzentrum der Charite (DHZC) Klinik für Kardiologie, Angiologie und Intensivmedizin | CBF Berlin, Deutschland; 3Herz- und Diabeteszentrum NRW Zentrum für Herzinsuffizienz Bad Oeynhausen, Deutschland; 4Clemenshospital Klinik für Kardiologie Münster, Deutschland; 5Universitätsklinikum Regensburg Zentrum für klinische Studien Regensburg, Deutschland; 6Sana Krankenhaus Cham Innere Medizin II Cham, Deutschland; 7Deutsches Herzzentrum der Charite (DHZC) Klinik für Kardiologie, Angiologie und Intensivmedizin | CVK Berlin, Deutschland

Einführung: Nach einem akuten Myokardinfarkt (AMI) haben Patienten mit schlafbezogenen Atmungsstörungen (SDB) ein erhöhtes Risiko für die Entwicklung einer rechtsventrikulären (RV) Dilatation. Einige Daten aus Beobachtungsstudien deuten auf einen günstigen Effekt der Positivdrucktherapie auf die RV-Funktion hin. Die Adaptive Servoventilation (ASV) wurde als therapeutische Maßnahme vorgeschlagen, um eine Infarktausdehnung früh nach AMI zu reduzieren. Ziel dieser Studie war es, den Effekt der ASV-Therapie auf die rechtsventrikuläre Funktion und Geometrie zu untersuchen.

Methoden: Diese Studie wurde als Sekundäranalyse der multizentrischen, randomisierten, unverblindete TEAM-ASV-I-Studie (NCT02093377) konzipiert, in die Patienten mit erstmaligem AMI und SDB (Apnoe-Hypopnoe-Index (AHI) ≥15/h) eingeschlossen wurden. Analysiert wurde die Intention-to-Treat-Population mit verfügbaren Daten der kardialen Magnetresonanztomographie ≤5 Tage sowie 12 Wochen nach AMI. Volumetrische (RVEDV: rechtsventrikuläres enddiastolisches Volumen; RVESV: rechtsventrikuläres endsystolisches Volumen) und funktionelle Parameter (RV-Strain; RVEF: rechtsventrikuläre Ejektionsfraktion; RFCO: rechtsventrikulärer Herzzeitvolumen) wurden mittels CMR quantifiziert.

Ergebnisse: 45 Patienten (62±10 Jahre, 76% Männer, BMI 30,5±6,3 kg/m², AHI 33±18/h) wurden randomisiert und erhielten entweder eine frühe Behandlung mit ASV in Kombination mit der Standardversorgung bei AMI (n=23) oder ausschließlich die Standardtherapie (Kontrollgruppe, n=22). ASV führte im Vergleich zur Kontrollgruppe zu einer signifikanten Verbesserung des rechtsventrikulären Strains (ASV-Gruppe -4,9±4,3% vs. Kontrollgruppe -1,5±5,3%, p=0,028). Die Veränderung der RVEF (ASV-Gruppe 3,1±2,0% vs. Kontrollgruppe -0,3±1,6%) zeigte einen günstigen numerischen Trend. Die Verbesserung des RV-Strains war auf Patienten mit obstruktiver Schlafapnoe (ASV-Gruppe -6,2±5,5% vs. Kontrollgruppe -0,7±4,2%, p=0,010) beschränkt und zeigte sich nicht bei Patienten mit zentraler Schlafapnoe (ASV-Gruppe -3,9±3,2% vs. Kontrollgruppe -3,4±7,4%, p=0,826).

Schlussfolgerung: Die Therapie mit ASV früh nach AMI verbesserte den rechtsventrikulären Strain bei Patienten mit obstruktiver Schlafapnoe. Größere randomisierte Studien sind erforderlich, um diese Ergebnisse zu bestätigen.