Wer bereits unter Herz-Kreislauf-Erkrankungen leidet, hat aufgrund eines oft geschwächten Immunsystems ein erhöhtes Risiko für Atemwegsinfektionen. Zudem steigt das Risiko für Komplikationen bis hin zu Herzinfarkten, Schlaganfällen und Lungenentzündungen mit anschließenden Krankenhausaufenthalten. Studien zeigen, dass bei Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen bereits eine Grippeerkrankung das Risiko für einen Herzinfarkt um das Sechsfache erhöht. Gleichzeitig bieten Impfungen einen klaren Schutz: Schon eine Grippeschutzimpfung kann die Überlebenschancen im Vergleich zu ungeimpften Personen verbessern.
Aus diesem Grund sind Impfungen gegen Atemwegserkrankungen für Personen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie Menschen ab 60 Jahren (Grippe, Pneumokokken) bzw. ab 75 Jahren (COVID-19, Respiratorisches Synzytial-Virus (RSV)) besonders wichtig und werden von der Ständigen Impfkommission (STIKO) empfohlen.
- Grippeimpfung: Jährlich im Herbst. Reduziert das Risiko von Herzinfarkten, Schlaganfällen und andere Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
- COVID-19-Impfung: Jährlich im Herbst. Reduziert das Risiko schwerer COVID-19-Verläufe, die Komplikationen im Blutgefäßsystem verursachen können.
- Pneumokokken-Impfung: Einmalige Impfung. Verhindert Lungenentzündungen, Infektionen der Blutbahn und reduziert Entzündungen, die die Ereignisse wie Herzinfarkt oder Schlaganfall auslösen können.
- RSV-Impfung: Einmalige Impfung. Senkt das Risiko schwerer RSV-Infektionen und damit auch eine mögliche Verschlechterung von Herzinsuffizienz und chronisch obstruktiver Lungenerkrankung (COPD).