Eine zweistufige Pulmonalvenen- und Sleeve-Ablationsstrategie mit okklusionsgesteuerter Pulsfeldablation unter Verwendung eines „Balloon-in-Basket“-Systems: Der PEAR-Workflow

A. Urbani (Frankfurt am Main)1, M. A. Gunawardene (Frankfurt am Main)2, J. A. Kheir (Frankfurt am Main)1, D. Schaack (Frankfurt am Main)1, L. Urbanek (Frankfurt am Main)3, M. Rocchetti (Frankfurt am Main)1, A. Steyer (Frankfurt am Main)1, S. Aminolsharieh Najafi (Frankfurt am Main)1, A. Marx (Frankfurt am Main)1, J. Lurz (Frankfurt am Main)1, B. Schmidt (Frankfurt am Main)4, K. R. J. Chun (Frankfurt am Main)2
1CCB im AGAPLESION MARKUS KRANKENHAUS Kardiologie Frankfurt am Main, Deutschland; 2Agaplesion Markus Krankenhaus Medizinische Klinik III - CCB Frankfurt am Main, Deutschland; 3Agaplesion Markus Krankenhaus Station 24b Intensivstation Frankfurt am Main, Deutschland; 4Agaplesion Markus Krankenhaus Frankfurt am Main, Deutschland

Hintergrund:
Die Pulsfeldablation (PFA) ist eine neuartige, nicht-thermische Energiequelle zur Behandlung von Vorhofflimmern (VHF). Diese Studie untersuchte einen strukturierten, zweistufigen Pulmonary vein and slEeve Ablation stRategy (PEAR) Workflow mit einem „Balloon-in-Basket“-PFA-Katheter, der Okklusionskontrolle und dreidimensionales Mapping integriert.
Ziel:
Bewertung der Durchführbarkeit, Prozedureffizienz, Sicherheit und Hämolyseprofile des PEAR-Workflows bei konsekutiven VHF-Patientinnen und -Patienten.
Methoden:
Fünfzig Patientinnen und Patienten mit erstmaliger VHF-Ablation wurden unter Verwendung einer Analgosedierung behandelt. Der Workflow umfasste (1) vier okklusionsgeführte antrale PFA-Applikationen bei vollständig inflatiertem Ballonkatheter sowie (2) zwei distale, teilweise deflatierte („birnenförmige“) Applikationen zur gezielten Sleeve-Ablation. Prozedur- und Laborparameter wurden prospektiv erfasst.
Ergebnisse:
Alle 199 Pulmonalvenen (eine gemeinsame Pulmonalvenen links) konnten erfolgreich isoliert werden (100 % akute PVI). Die mediane Prozedurzeit betrug 50 Minuten (IQR 41–60), die Durchleuchtungszeit 7,2 Minuten (IQR 5,8–11,4). Es traten keine schweren Komplikationen auf; zwei Phrenikusparesen waren transient. Die postprozeduralen Laborwerte zeigten keine relevante Hämolyse (Kreatinin prä 0,98 ± 0,25 mg/dl vs. post-PFA 0,98 ± 0,24 mg/dl; p = 0,272, Haptoglobin prä 110 ± 33 g/l vs. post-PFA 105 ± 34 g/l; p = 0,061, Hämoglobin prä 13 ± 1,5 g/dl vs. post-PFA 13 ± 1,4 g/dl; p = 0,377).
Schlussfolgerung:
Der zweistufige PEAR-Workflow ermöglicht eine schnelle, effiziente und sichere Pulmonalvenenisolation mit minimaler Hämolyse. Die Kombination aus okklusionsgesteuerter Positionierung und Sleeve-orientierter Ablation bietet einen reproduzierbaren und klinisch praktikablen Ansatz zur Optimierung der PFA-Prozedur.