Hintergrund:
Die Pulsfeldablation (PFA) ist eine neuartige, nicht-thermische Energiequelle zur Behandlung von Vorhofflimmern (VHF). Diese Studie untersuchte einen strukturierten, zweistufigen Pulmonary vein and slEeve Ablation stRategy (PEAR) Workflow mit einem „Balloon-in-Basket“-PFA-Katheter, der Okklusionskontrolle und dreidimensionales Mapping integriert.
Ziel:
Bewertung der Durchführbarkeit, Prozedureffizienz, Sicherheit und Hämolyseprofile des PEAR-Workflows bei konsekutiven VHF-Patientinnen und -Patienten.
Methoden:
Fünfzig Patientinnen und Patienten mit erstmaliger VHF-Ablation wurden unter Verwendung einer Analgosedierung behandelt. Der Workflow umfasste (1) vier okklusionsgeführte antrale PFA-Applikationen bei vollständig inflatiertem Ballonkatheter sowie (2) zwei distale, teilweise deflatierte („birnenförmige“) Applikationen zur gezielten Sleeve-Ablation. Prozedur- und Laborparameter wurden prospektiv erfasst.
Ergebnisse:
Alle 199 Pulmonalvenen (eine gemeinsame Pulmonalvenen links) konnten erfolgreich isoliert werden (100 % akute PVI). Die mediane Prozedurzeit betrug 50 Minuten (IQR 41–60), die Durchleuchtungszeit 7,2 Minuten (IQR 5,8–11,4). Es traten keine schweren Komplikationen auf; zwei Phrenikusparesen waren transient. Die postprozeduralen Laborwerte zeigten keine relevante Hämolyse (Kreatinin prä 0,98 ± 0,25 mg/dl vs. post-PFA 0,98 ± 0,24 mg/dl; p = 0,272, Haptoglobin prä 110 ± 33 g/l vs. post-PFA 105 ± 34 g/l; p = 0,061, Hämoglobin prä 13 ± 1,5 g/dl vs. post-PFA 13 ± 1,4 g/dl; p = 0,377).
Schlussfolgerung:
Der zweistufige PEAR-Workflow ermöglicht eine schnelle, effiziente und sichere Pulmonalvenenisolation mit minimaler Hämolyse. Die Kombination aus okklusionsgesteuerter Positionierung und Sleeve-orientierter Ablation bietet einen reproduzierbaren und klinisch praktikablen Ansatz zur Optimierung der PFA-Prozedur.