Der Arbeitskreis AV-Klappenerkrankungen der AGIK ist mit dem Ziel gegründet worden, den Erfahrungsaustausch bei der Anwendung neuer, katheterbasierter Therapieverfahren zur Behandlung der Mitralklappe zu intensivieren und damit die klinische Etablierung zu unterstützen. Dieser Erfahrungsaustausch soll auf verschiedenen Ebenen gefördert werden:
- Diskussion der Behandlungsmethoden und –ergebnisse in informellen Anwendertreffen und anwenderorientierten „Workshops“ und Symposien
- Ausarbeitung von Ausbildungskonzepten
- Ausarbeitung von Behandlungsempfehlungen zu den jeweiligen interventionellen Therapieansätzen
- Konzeption und Koordination von Studienansätzen
Unterstützung von qualitätssichernden Maßnahmen
Für die MitraClip-Therapie als derzeit klinisch am weitesten fortgeschrittenen, interventionellen Therapieverfahren zur Behandlung der Mitralklappeninsuffizienz ist dieser Ansatz beginnend im Juli 2011 bereits zum großen Teil umgesetzt worden. Deshalb konnte kürzlich ein „Consensus-Manuskript“ des Arbeitskreises und der ALKK, das die Erfahrungen der Kliniken in Deutschland mit den höchsten MitraClip-Implantationszahlen zusammenfasst, über den Nukleus der AGIK dem Vorstand der DGK vorgelegt werden. Nach Abstimmung mit der DGK wurde dieses anwenderoriente Manuskript dann im Jahr 2013 und anschließend 2018 in überarbeiteter Fassung veröffentlicht.
Weitere aktuelle Punkte sind:
- Vorbereitung eines deutschlandweites Registers zur Abbildung der Versorgungsrealität, dessen Einführung ab dem Jahr 2020 parallel zur dann verpflichtenden Qualitätssicherung geführt werden soll
- Vorbereitung der Zertifizierung von AV-Klappenzentren
- Vertretung und Mitinitierung der Matterhorn-Studie, Beginn ca. 2015,
mit u.a. Vorschlag und Beschluß der Standardisierung des Vorgehens bei MitraClip-Prozedur
- Jährliche Veranstaltung des Interventionellen Symposiums für interventionelle Mitralklappentherapie
Zusammenfassend möchte der Arbeitskreis „Interventionelle Mitralklappentherapie“ der AGIK weiterhin als Plattform für einen intensiven, klinikorientierten Erfahrungsaustauch dienen und steht hierfür allen interessierten Anwendern von innovativen katheterbasierten Verfahren zur Behandlung der Mitralklappe offen.