DGK-Medical-Scientist-Programm

Gefördert von der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie – Herz- und Kreislaufforschung e.V.

 

DGK-Medical-Scientist-Programm

Die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie – Herz- und Kreislaufforschung e.V. (DGK) fördert mit dem Medical Scientist Programm (MSP) exzellente Wissenschaftler:innen, die in der grundlagenwissenschaftlichen oder translationalen Herz-Kreislaufforschung tätig sind und nicht in der Patientenversorgung arbeiten, durch Vergabe einer personengebundenen Förderung, die der Festigung eines eigenen Forschungsprofils und der Netzwerkbildung dient.

Gefördert von

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Bewerbungsfrist: 31. März eines jeden Jahres

Ziel des Programms ist es, das Berufsbild des Medical Scientist sichtbarer zu machen und gezielt zu stärken. Gefördert werden Senior Medical Scientists, die ein eigenständiges, innovatives kardiovaskuläres Grundlagen- bzw. translationales Forschungsprofil entwickeln und sich wissenschaftlich weiterqualifizieren möchten – mit klarer Perspektive auf unabhängige Forschung und Berufbarkeit.

 

👉 Für klinisch tätige Wissenschaftler:innen gibt es ein separates Programm (DGK Clinician Scientist Programm).

 

Kurzüberblick – die wichtigsten Fakten auf einen Blick

 

Förderart:
Personengebundene Forschungsförderung

 

Zielgruppe:
Promovierte Medical Scientists (MINT-Fächer), 4–12 Jahre nach Promotion

 

Fördersumme:
Bis zu 100.000 € für 2 Jahre

 

Vergabe:
1 Förderung pro Jahr

 

Bewerbungsfrist:
31. März eines jeden Jahres

 

Sprache der Bewerbung:
Englisch

 

Zweistufiges Auswahlverfahren:
Einladung der besten Bewerber:innen zur persönlichen Projektpräsentation bei den DGK-Herztagen

Bewerbungsberechtigt sind Wissenschaftler:innen mit folgendem Profil, die:

 

  • promovierte Medical Scientists sind (alle MINT-Disziplinen)
  • sich 4–12 Jahre nach der Promotion befinden
    (Zeiten von Mutterschutz, Elternzeit, Pflege, Schwangerschaft oder Krankheit werden angerechnet)
  • an einer akademischen Einrichtung in Deutschland mit mindestens 50 % Stellenumfang angestellt sind
  • keine W2- oder W3-Professur innehaben und
  • deren persönliche Bewerbung von einem Mitglied der DGK und der Direktion der gastgebenden Klinik/ Institution unterstützt wird.

 

Zusätzliche Anforderungen:

 

  • Entscheidendes Kriterium ist die wissenschaftliche Qualität der Bewerber:in und des Forschungsprogrammes sowie die Originalität des wissenschaftlichen Gesamtkonzeptes/ der Kandidat:innen. Dieses sollte über das beantragte Forschungsvorhaben hinausreichen, sich klar vom Forschungsschwerpunkt des/der ursprünglichen Betreuer:innen abgrenzen und eine überzeugende Perspektive für die Etablierung eines eigenständigen Forschungsprofils der Bewerber:innen bieten. Hierbei muss auch erkennbar sein, dass das übergeordnete Forschungsvorhaben durch Förderung im DGK-MSP-Programm das Führungspotenzial des Bewerbers unterstützt und klare Erfolgsaussichten in kompetitiven Exzellenzprogrammen für wissenschaftlichen Nachwuchs hat (z.B. Heisenbergprofessur, EKFS Forschungsprofessur). 
  • Zum Zeitpunkt der Antragstellung werden Erst- und/ oder Letztautorenschaften qualitativ hochwertiger Publikationen in angesehenen Peer-Review-Fachjournalen erwartet, die erkennbar unabhängig vom Promotionsthema entstanden sind und die Entwicklung eines eigenständigen wissenschaftlichen Profils der Bewerber:innen belegen[JB1.1][ZBL1.2]. Dabei muss ein originärer und eigenständiger Beitrag zu einem relevanten Thema der Herz- und Kreislaufforschung erkennbar sein. Somit geht der Anspruch an Bewerber:innen im DGK-MSP-Programm deutlich über den eines DGK-Forschungsstipendiums hinaus. 
  • Die Institution, bei der die Geförderten tätig sind, muss sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten so beteiligen, dass den Bewerber:innen mindestens weitere 50.000,- Euro (über 2 Jahre) für das Forschungsprojekt zur Verfügung stehen. Dies kann in Form von Sachmitteln, Personalmitteln (z.B. anteilige TA-Stelle) oder Publikationskosten erfolgen. 

 

Nicht antragsberechtigt sind:

 

  • Mitglieder des DGK-Vorstands oder der Kommission für Experimentelle Kardiovaskuläre Medizin (KEK)
  • Inhaber:innen von W2- oder W3-Professuren

  • Die Fördersumme beträgt maximal 100.000 € für einen Zeitraum von 2 Jahren (bis zu 50.000 € pro Jahr)
  • Jährlich wird eine MSP-Förderung vergeben.
  • Die DGK stellt die Förderung personenbezogen zur Verfügung, die Mittel werden über die gastgebende Institution verwaltet.
  • Die Mittel können flexibel eingesetzt werden, z. B. für:
      • eigene Stelle
      • unterstützendes Personal (TA, Tierarzt, Study Nurse)
      • Kleingeräte, Verbrauchsmaterialien, Tierkosten
  • Keine Finanzierung von Overhead-Kosten!
  • In begründeten Ausnahmefällen ist eine kostenneutrale Verlängerung des Forschungszeitraumes um bis zu 1 Jahr möglich
  • Die gastgebende Institution muss zusätzlich mindestens 50.000 € (Geld- oder Sachmittel) bereitstellen.

  • Projektstart innerhalb von 6 Monate nach Bewilligung
  • Präsentation der Ergebnisse: Die erzielten Ergebnisse des Projektes sind spätestens im Jahr nach Ende des Förderzeitraumes beim Jahreskongress der DGK als Abstract einzureichen und bei Annahme als Poster oder Vortrag zu präsentieren. In gut begründeten Fällen besteht die Möglichkeit, bei einem späteren Kongress zu präsentieren. Sollte es nachweisbar nicht möglich sein, dass die Ergebnisse auf einer zeitnahen DGK-Jahrestagung vorgestellt werden können, ist bis zu 6 Monate nach Ablauf des Förderzeitraums einen Abschlussbericht über den Inhalt zu erstellen.
  •       Mit der Annahme der Förderung verpflichten sich die Geförderten, nach Ablauf des Projekts im Rahmen eines kurzen Artikels in den CardioNews zu berichten.
  •       Publikationen zum geförderten Projekt müssen einen Hinweis auf die DGK als Förderer enthalten und der DGK mitgeteilt werden.
  • Wichtige Änderungen im Projekt oder in der Rolle der Geförderten müssen der DGK unverzüglich mitgeteilt werden.

  •            Eine Bewerbung ist in englischer Sprache zum 31. März eines jeden Jahres möglich.
  • Bestätigung des Bewerbungseingangs per Mail
  • Formale Begutachtung der Bewerbungen durch die KEK
  • Bestätigung der Gutachten durch den DGK-Vorstand
  • Spätestens im Juli eines jeden Jahres erfolgt Einladung der vier bestbewerteten Bewerber:innen zur persönlichen Projektpräsentation bei den DGK-Herztagen.
  • Vorstellung des Projekts (auf Englisch) bei den DGK-Herztagen
  • Endgültige Auswahl durch ein erweitertes Kuratorium (KEK-Mitglieder und Mitglieder Basic Science Cluster) vor Ort auf den Herztagen
  • Bekanntgabe der/des Stipendiat:in im Rahmen der Herztage

  •        Unvollständige oder unsortierte Unterlagen werden nicht als Bewerbung zugelassen.
  •       Die Fördermittel müssen zweck- und personengebunden verwendet werden.
  •       Eine zeitgleiche Antragstellung mit vergleichbaren Inhalten bei unterschiedlichen Förderern ist nicht zulässig. Jedoch kann eine Ko-Finanzierung für ein bereits anderweitig beantragtes oder gefördertes Projekt beantragt werden, um Gestaltungsspielraum bei der persönlichen Entwicklung zu ermöglichen, soweit die beantragte Leistung nicht von bereits geförderten Projekten abgedeckt ist. Dies muss klar als Statement im Anschreiben beschrieben werden. Ein Beispiel wäre eine beantragte DFG-Sachbeihilfe, bei der das eigene Gehalt nur anteilig oder gar nicht beantragt wurde.
  • Die Förderung ist:
      • nicht übertragbar
      • nur einmal pro Person möglich
  • Alle Änderungen der Projektplanung, Finanzierung oder Rolle der Kandidat:innen, die die Projektentwicklung beeinträchtigen sind der DGK unverzüglich mitzuteilen.
  • Ein/e Bewerber:in darf sich maximal zwei Mal auf das MSP bewerben.
  • Der bewilligte Betrag wird in Teilzahlungen quartalsweise zur Nutzung durch die Geförderten von der DGK auf ein extra einzurichtendes Konto/ Kostenstelle bei der Universitätseinrichtung überwiesen, bei der er/sie tätig ist. Für die Bewirtschaftung der Mittel ist die Drittmittelabteilung der gastgebenden Universitätseinrichtung zuständig, dabei orientiert diese sich an dem von der Bewerber:in vorgelegten Budgetplan. Innerhalb von 3 Monaten nach Abschluss des Forschungsvorhabens legt die Drittmittelabteilung der Universitätseinrichtung der DGK unaufgefordert einen Verwendungsmittelnachweis gemäß DFG-Richtlinien vor. Die Drittmittelstelle der Universitätseinrichtung muss diesem Vorgehen vorher zustimmen.
  • Bei unsachgemäßer Verwendung der Fördermittel, nicht Einreichung des Berichtes bzw. Nicht-Präsentation der Daten bei den Kongressen, Nicht-Offenlegung der Förderung bei Publikationen oder wenn Informationen über wichtige Änderungen im Projekt oder in der Rolle des Antragsteller:in nicht bereitgestellt wurden, kann die vollständige Rückzahlung verlangt werden.

Allgemeine Vorgaben:

 

  • Format: DIN A4, Arial, Schriftgröße ≥ 11, einfacher Zeilenabstand, normale Ränder (2,5cm je Links und Rechts)
  • Sprache: Englisch

 

Einzureichen sind folgende Unterlagen (in dieser Reihenfolge):

 

  • Anschreiben (max. 1 Seite)
      • Inklusive Erklärungen zu an anderer Stelle gestellten Anträgen und zur Einhaltung der „Regeln guter wissenschaftlicher Praxis“ gemäß DFG-Richtlinien 
  • Wissenschaftliche Projektbeschreibung (max. 5 Seiten, mit verlinktem Inhaltsverzeichnis)  
      1. Bewerberinformationen: Titel, Name, Institut
      2. Projekttitel
      3. Wissenschaftlicher Hintergrund
      4. Eigene Vorarbeiten
      5. Klare Arbeitshypothese
      6. Zu bearbeitende Fragestellung
      7. Strukturiertes Arbeitsprogramm
      8. Zeitplan

 

Anlagen (8 Stück):

 

  • Anhang 1: Verzeichnis der zitierten Literatur mit Links zur Online-Versionen
  • Anhang 2: Finanzkonzept gemäß der aktuellen Ausschreibung (maximal 1 Seite). Enthält:
      • Übersicht der beantragten Mittel und deren Verwendung aufgeteilt in Förderjahr 1 und 2
      • Erklärung der gastgebenden Institution, dass keine „Overhead-Finanzierung“ beantragt wird.
      • Erklärung, dass die gastgebende Institution mind. 50.000 € (freie Mittel oder „in kind“) der Bewerber:in zur Bearbeitung des Forschungsvorhabens zur Verfügung stellt
      • Übersicht über die Beihilfen der gastgebenden Institution zum Forschungsprojekt
      • Unterschriften vom Bewerber und der Klinik-/Institutsleitung
  • Anhang 3: Kurzer Lebenslauf (Tabellarisch, maximal 4 Seiten (gemäß DFG-Richtlinien))
  • Anhang 4: Publikationsverzeichnis mit Verweis auf die ORCiD-Seite der Antragsteller:innen. Enthält:
      • die 10 wichtigsten Arbeiten in Peer-Review-Journalen (inkl. Angabe aller Autoren und mit Links zu Online-Versionen; zur Publikation akzeptierte Arbeiten können gelistet werden) und sonstigen Leistungen (z.B. Patente).
      • Kurze Beschreibung (max. 400 Zeichen) des eigenen Anteils und die Relevanz der Arbeit für jede einzelne Publikation/Leistung.
  • Anhang 5: persönliches Qualifizierungskonzept gemäß aktueller Ausschreibung (maximal 2 Seiten). Enthält:
      • Eine Beschreibung des Grades der bestehenden wissenschaftlichen Selbständigkeit und die Beschreibung der Progression zur Erlangung der Berufbarkeit, inklusive der hierfür geplanten Qualifizierungsmaßnahmen
  • Anhang 6: Befürwortende Stellungnahme eines DGK-Mitglieds über die Eignung der Kandidat:innen, das Projekt erfolgreich durchzuführen.
  • Anhang 7: Befürwortende Stellungnahme des Leiters bzw. die Leiterin der gastgebenden Institution. Enthält:
      • Eine ausdrückliche Bestätigung des dargelegten Qualifizierungskonzept der Bewerber:in.
      • Bei einer befristeten Stelle der Bewerber:in: Enthält eine Stellungnahme zur Weiterfinanzierung der Stelle.
  • Anhang 8: Promotionsurkunde 

  • Bewerbungsfrist: 31.03. eines jeden Jahres
  • Einreichung per E-Mail
    Betreff: „Bewerbung auf das DGK-Medical-Scientist-Programm“
    an: preise-stipendien@dgk.org
  • Eingangsbestätigung per E-Mail
  • Rückmeldung zur Einladung in die Präsentationsrunde spätestens im Juli
  • Finale Entscheidung über die Vergabe der Förderung erfolgt in Herbst eines jeden Jahres während der Herztage,

Stipendiatinnen und Stipendiaten

2025 - Dr. Franziska Schneider-Warme, Freiburg

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© ©DGK/Thomas Hauss
vlnr: Prof. Dr. Rabea Hinkel, Stipendiatin Dr. Franziska Schneider-Warme, Prof. Dr. Harald Langer (©DGK/Thomas Hauss)

Kontakt

Meike Kersken

Deutsche Gesellschaft für Kardiologie
- Herz- und Kreislaufforschung e. V.
German Cardiac Society
Grafenberger Allee 100
40237 Düsseldorf

 

Tel.: +49 (0) 211/ 600 692 23
E-Mail: preise-stipendien@dgk.org