Ein Vorhofflimmer-Zentrum ist eine Einrichtung, die auf die Behandlung von Vorhofflimmern (VHF), insbesondere per Katheterablation spezialisiert ist.
Eine Katheterablation wird üblicherweise nur bei Patientinnen und Patienten durchgeführt, deren Lebensqualität durch die auftretenden Symptome maßgeblich eingeschränkt ist. Dazu gehören u. a. Herzstolpern, Luftnot, verringerte Leistungsfähigkeit, Herzrasen oder eine rapide sinkende Leistungsfähigkeit des Herzens.
In bestimmten Fällen kann zudem eine durch VHF ausgelöste Tachymyopathie (tachykardieinduzierte Herzmuskelschwäche) vorliegen, bei der eine anhaltend hohe Herzfrequenz zu einer Verschlechterung der Herzfunktion führt und eine Ablation medizinisch sinnvoll machen kann.
In Deutschland gibt es über 100 Einrichtungen, die durch die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie (DGK) als Vorhofflimmer-Zentren zertifiziert sind.
Die DGK-Zertifizierung zielt darauf ab, die Qualität dieser komplexen Therapieform zu standardisieren und nachhaltig zu verbessern. Neben der Qualität von Indikationsstellung, Durchführung und Nachsorge berücksichtigt die Zertifizierung auch die strukturierte Versorgung von Komplikationen in Kooperation mit angrenzenden Disziplinen wie Radiologie, Neurologie und Herzchirurgie.