Simulation schafft einen sicheren Lernraum für interventionelle Kardiologie – vom ersten diagnostischen Herzkatheter bis zur komplexen Intervention.

 

Der Arbeitskreis Simulation verfolgt das Ziel, Simulation als festen Bestandteil der interventionellen Aus-, Fort- und Weiterbildung zu etablieren und dadurch eine strukturierte, kompetenzorientierte und patientensichere Ausbildung in der interventionellen Kardiologie zu fördern.

Simulationstraining in der interventionellen Kardiologie – Warum?

Die interventionelle Kardiologie befindet sich im größten Strukturwandel seit Einführung der PCI. 

Vier Entwicklungen verändern bereits heute unseren Alltag:

 

🏃 Ambulantisierung

 

Diagnostische und therapeutische Eingriffe verlagern sich zunehmend in ambulante Strukturen.
Weniger stationäre diagnostische Koronarangiographien bedeuten zugleich weniger Lernmöglichkeiten am Patienten.

 

🩻 Koronar-CT

 

Bei Verdacht auf eine KHK ersetzt die Koronar-CT zunehmend die diagnostische Koronarangiographie.
Die Zahl der diagnostischen Koronarangiographien nimmt ab – und damit auch die Gelegenheit, grundlegende Fertigkeiten im klinischen Alltag zu erlernen.

🫀   Steigende Komplexität

 

Routinefälle nehmen ab, während komplexe Interventionen zunehmen – etwa bei stark verkalkten Läsionen, Bifurkationen oder CTOs.
Damit steigen die Anforderungen an die technischen und strategischen Fähigkeiten der interventionellen Kardiologie.

 

⚠️  Kosten-/Zeitdruck/Patientensicherheit

 

Gleichzeitig bleibt im klinischen Alltag immer weniger Raum und Zeit für das Lernen am Patienten. Technische Fertigkeiten brauchen jedoch Wiederholung – und komplexe Situationen brauchen Vorbereitung.

 

🎯  Simulation

 

Simulation schafft die Möglichkeit, technische Fertigkeiten, Entscheidungsprozesse und Teamarbeit realitätsnah zu trainieren – bevor sie am Patienten angewendet werden.

Technische Fertigkeiten entstehen durch Wiederholung. Am Simulator können Abläufe beliebig oft trainiert und optimiert werden – ohne Zeitdruck und ohne Risiko für den Patienten.

Auch Situationen, die im klinischen Alltag selten auftreten, können gezielt trainiert werden. So lässt sich im Ernstfall sicherer und strukturierter handeln.

 

Die Zukunft interventioneller Ausbildung beginnt nicht am Patienten – sondern am Simulator.

 

Simulation ersetzt nicht die Ausbildung am Patienten.

 

Sie macht sie sicherer, strukturierter und effizienter. Technische Fertigkeiten entstehen durch Wiederholung. Am Simulator können diese beliebig oft trainiert werden – ohne Zeitdruck und ohne Risiko für den Patienten. Bevor man am Patienten startet.

 

Mehr Fälle = Mehr Wiederholung = bessere Ausbildung

 

Von „See one, do one, teach one“ zu „Sim one, do one, teach one.“

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Simulator
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Simulationskurs

Die Zukunft interventioneller Ausbildung beginnt nicht erst am Patienten - sondern bereits am Simulator.  

Abb. 3 Bifurkationsstenose
Abb. 3: Bifurkationsstenose (Mentice Vist)
Abb. 4 Hauptstammstenose
Abb. 4: Hauptstammstenose (Mentice Vist)

Bei den AGIK-Simulationskursen werden Simulatoren verwendet, die einen realen Herzkathetereingriff digital nachbilden. Über ein originales Schleusensystem führen die Teilnehmenden Katheter, Drähte, Ballons und Stents ein, während der Eingriff in Echtzeit auf einem Bildschirm wie in einem echten Herzkatheterlabor dargestellt wird. Unterschiedliche Koronaranatomien, Läsionen und Komplikationen können hier beliebig oft trainiert und anschließend gemeinsam analysiert werden – ganz ohne Risiko für Patient: Innen. 

 

Die AGIK-Simulationskurse verbinden strukturierte Theorieeinheiten mit intensivem Hands-on-Training am Simulator. In kompakten Vorträgen werden zunächst die Grundlagen, beispielsweise Indikationen zur Koronarangiographie, Zugangswege, Materialauswahl, Projektionsebenen, FFR/iFR/RFR sowie intrakoronare Bildgebung (IVUS/OCT) vermittelt. Im anschließenden praktischen Training setzen die Teilnehmenden das Gelernte unmittelbar am Simulator um und wenden es anhand realistischer Fallbeispiele unter Anleitung erfahrener Trainer an. Interaktive Falldiskussionen und gemeinsames Feedback vertiefen den Lernerfolg und verknüpfen theoretisches Wissen mit praktischer Handlungskompetenz. 

Für wen sind die Kurse?

Berufseinsteiger:innen:

 

  • Erste Koronarangiographie 
  • Katheterführung
  • Koronaranatomie
  • Projektionsebenen
  • Erste PCI
  • Zugangswege 
  • IVUS/OCT

 

Fortgeschrittene:

 

  • FFR/iFR/RFR
  • Imaging guided PCI
  • Bifurkationen 
  • Verschlusssysteme

 

Dozent Simulationskurs
Teilnehmer:innen Simulationskurs

Komplikationen trainieren, bevor sie auftreten

Koronarperforationen, Dissektionen oder No-Reflow treten selten auf. Gerade deshalb müssen sie trainiert werden, bevor man Sie das erste Mal im Real-Life erlebt.

Sofortiges Feedback: die Trainer:Innen begleiten jeden Schritt. Fehler werden unmittelbar besprochen.

Weniger Strahlung beginnt im Training

Simulation ermöglicht die Optimierung von

 

  • Projektionen
  • Tischposition
  • C-Bogen
  • Arbeitsabläufen
  • Einblenden, Halbschattenblende, Bildfrequenz

 

ohne Belastung für Patienten oder Untersucher.

Simulationstraining-der-AGIK

Vision

Wir möchten Simulation als festen Bestandteil der interventionellen Weiterbildung etablieren. 

Unser Ziel ist eine strukturierte, standardisierte und patientensichere Ausbildung, die theoretische Wissen mit praktischer Erfahrung verbindet und Teilnehmer: Innen auf höchstem Niveau auf ihre ersten Koronarangiographien und Interventionen vorbereitet.

Das Simulationstraining orientiert sich an den Lernzielen des Curriculums Interventionelle Kardiologie und des Manuals für Koronarangiographie und –intervention.

Abb. 5 Komplexe radiale Anatomie
Abb. 5: Komplexe radiale Anatomie (Mentice Vist)

Unsere Kurse

Sprecher

Sprecher

Dr. Anas Jano, MHBA

Universitätsklinikum Jena

Klinik für Innere Medizin I

Kardiologie, Internistische Internsivmedizin, Angiologie

Am Klinikum 1

07747 Jena 

E-Mail: Anas.jano@med.uni-jena.de

 

Dr. Anas Jano

Stellvertretende Sprecherin

Dr. Cornelie Camerer-Waldecker

Kath. St. Paulus Gesellschaft
Klinik für Innere Medizin I
St. Johannes Hospital
Johannesstraße 9-17
44137 Dortmund 

Cornelie.Camerer-Waldecker@joho-dortmund.de