Leitlinien-Katalog

Risikofaktoren
CVD
Herz und Diabetes
2026
Konsensuspapier

Management kardiovaskulärer Erkrankungen bei Adipositas

Konsensuspapier der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK) in Kooperation mit der Deutschen Adipositas Gesellschaft (DAG), der Deutschen Gesellschaft für Ernährungsmedizin (DGEM), der Deutschen Gesellschaft für Prävention und Rehabilitation von Herz-Kreislauferkrankungen (DGPR), der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM), der Deutschen Gesellschaft für Angiologie (DGA)

Autoren

Andrea Baessler · Daniela Zurkan · Gert Bischoff · Katrin Esefeld ·
Melanie Huemmelgen · Jens Aberle · Harm Wienbergen · Matthias Blüher ·
NikosWerner · Oliver J. Müller · Thomas Schmidt · Ulrich Laufs · Jana Boer*

Für die Kommission für Klinische Kardiovaskuläre Medizin

Zusammenfassung

Aufgrund der hohen kardiovaskulären Krankheitslast bei Adipositas besteht ein
wachsender Bedarf an strukturierten, risikoadaptierten Behandlungskonzepten.
Adipositas verstärkt klassische kardiovaskuläre Risikofaktoren wie arterielle Hypertonie,
Typ-2-Diabetes und Dyslipidämie und wirkt darüber hinaus unabhängig vom Body-
Mass-Index über inflammatorische und metabolische Mechanismen auf das Herz-
Kreislauf-System. Insbesondere viszerale Adipositas ist eng mit der Entstehung und
Progression kardiovaskulärer Erkrankungen wie koronarer Herzkrankheit, Herzinsuffizienz
(insbesondere HFpEF), Herzrhythmusstörungen, Klappenerkrankungen,
pulmonaler Hypertonie und schlafbezogenen Atmungsstörungen verbunden. Dieses
Konsensuspapier der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK) bietet einen
Überblick über pathophysiologische Grundlagen, diagnostische Besonderheiten
und therapeutische Optionen im Management kardiovaskulärer Erkrankungen
bei Adipositas. Ziel ist es, evidenzbasierte, konsensgestützte und praxisorientierte
Empfehlungen für eine risikoadaptierte und multimodale Versorgung bereitzustellen.
Das Papier stellt ein integriertes Behandlungskonzept aus Lebensstilinterventionen,
moderner Pharmakotherapie – insbesondere inkretinbasierten Substanzen – sowie
bariatrischen Verfahren vor und berücksichtigt zudemgeschlechterspezifische Aspekte,
periinterventionelle Herausforderungen sowie die Bedeutung von Rehabilitation
und sektorenübergreifender Versorgung. Es dient als konsensbasierte klinische
Orientierung und ersetzt keine evidenzbasierte Leitlinie.

Literaturnachweis

Baessler, A., Zurkan, D., Bischoff, G. et al. 

Management kardiovaskulärer Erkrankungen bei Adipositas.

Kardiologie (2026). https://doi.org/10.1007/s12181-026-00813-8

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