W. von Scheidt · R. Bosch · T. Klingenheben · A. Schuchert · C. Stellbrink* · M. Stockburger
* Für die Kommission für Klinische Kardiovaskuläre Medizin der DGK
Zusammenfassung
Dieses Manual ist eine erweiterte und ausführlichere Version des DGK-Kommentars zur ESC-Leitlinie 2018 zur Diagnostik und Therapie von Synkopen. Es bietet dem Leser praxistaugliche Anregungen und Erläuterungen zur effektiven und effizienten Abklärung von Patienten mit Synkopen. Zentrale Aspekte umfassen Risikostratifizierung und Entscheidungsstrategien in der primären Evaluation, kritische Wertung diagnostischer Verfahren (u. a. implantierbarer Loop- Rekorder als wichtigste Diagnostik bei rezidivierenden, ungeklärten Synkopen, Kipptischuntersuchung und Karotissinus-massage als Bestätigungsteste, nicht Suchteste), Therapieoptionen bei Reflexsynkope und orthostatischer Hypotonie, Schrittmacher- und ICD-Indikationen sowie Synkopeneinheiten als neuartige Versorgungsstrukturen. Die ESC-Leitlinie und die zugehörigen Practical Instructions bieten eine ausgezeichnete und spezifische Anleitung zum sicheren Management von Patienten mit Synkopen. Manche Empfehlungen bedürfen jedoch einer kritischen Bewertung. Besonders nachteilig
in Deutschland sind die unzureichende Verfügbarkeit und Vergütungssituation wichtiger diagnostischer Verfahren wie Kipptischuntersuchung und ILR.
Literaturnachweis
von Scheidt, W., Bosch, R., Klingenheben, T. et al.
Kardiologe (2019) 13: 198.
https://doi.org/10.1007/s12181-019-0319-0
Die Ergometrie als ein wesentlicher Bestandteil der Basisdiagnostik in der klinischen Kardiologie zur Differenzialdiagnose von Angina pectoris ohne Obstruktion der Koronararterien und ihre zunehmende Bedeutung in der Sportkardiologie.
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