Leitlinien-Katalog

2010
SOP
DGK

Antithrombotische Therapie beim ST- Streckenhebungsinfarkt

Prozessorientierte und standardisierte Umsetzung von DGK-Leitlinien

Autoren

T. Lickfeld · C. Hamm · M. Möckel · J. Vollert · AG SOP Kardiologie · M. Haude

 

Zusammenfassung

Das Ziel von Leitlinien ist es, den aktuellen Stand des Wissens evidenzbasiert abzubilden und gleichartige Qualitätsstandards in
der Kardiologie zu etablieren. Hierzu sind regelmäßige Überarbeitungen und Aktualisierungen unter Berücksichtigung der neuesten
wissenschaftlichen Datenlage notwendig. Neben der daraus resultierenden Aktualität der Leitlinieninhalte sollen diese dem klinisch
tätigen Kardiologen zur Umsetzung normativer Standards dienen. Die adjunktive antithrombotische Therapie bei Patienten mit ST-
Streckenhebungsinfarkt (STEMI) liegt nicht als gesonderte Leitlinie vor, sondern ist in den Inhalten der entsprechenden Leitlinien zum ACS und zur PCI enthalten. Vor dem Hintergrund vieler in den letzten Jahren durch-
geführter und aktuell laufender Studien zur Thematik der Antiaggregation und Antikoagulation sowie einer breiten Auswahl an zur Verfügung stehender Medikamente erscheint es notwendig, diesem Teilbereich der STEMI-Behandlung besonderes Augenmerk zu verleihen. Dabei soll der Ablauf „antithrombotische Therapie“ als ganzheitlicher Prozess auf
Grundlage der aktuellen Leitlinieninhalte dargestellt werden, wobei alle hierbei vorkommenden „Entweder-oder-Entscheidungen“ – beispielsweise die Auswahl des Antikoagulationsregimes oder die Entscheidung pro/
kontra Glykoproteininhibitor – berücksichtigt werden. Der hierbei erarbeitete Prozess kann mit den entsprechend hinterlegten Daten
unter Einsatz eines IT-Systems letztlich modelliert werden. Dadurch können lokal und regional unterschiedliche Gegebenheiten Berücksichtigung finden bei gleichzeitigem Erhalt der evidenzbasierten und vereinheitlichten Leitlinieninhalte. Des Weiteren bietet sich
hierdurch die Möglichkeit einer optimierten Prozessdokumentation sowie eines Qualitätsmanagements, wenn diese Daten in zukünftigen Schritten in IT-Anwendungen, wie beispielsweise Krankenhausinformationssyste-
men (KIS), eingebunden werden.

 

Literaturnachweis

Lickfeld, T, Hamm, C., Möckel, M. et al.

Kardiologe 2010 · 4:107–123 

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