Autoren
Christian Jung · Uwe Janssens · Sebastian Weyand · Guido Michels ·
Christian Schulze* · Marcus Hennersdorf · Georg Fürnau
* Für die Kommission für Klinische Kardiovaskuläre Medizin
Zusammenfassung
Das hämodynamische Monitoring in der kardiovaskulären Intensiv- und Notfallmedizin
wird unterteilt in Komponenten des Basismonitorings und des erweiterten
Monitorings. Unverzichtbares Basismonitoring ist die Kombination aus dem
„klinischen Blick“ einschließlich gründlicher klinischer Untersuchung und Anamnese,
EKG, Körpertemperatur, Sauerstoffsättigung, nichtinvasivem Blutdruck und
Urinproduktion. Das Basismonitoring kann mit einer Vielfalt differenzierter erweiterter
Monitoringverfahren ergänzt werden, die im Einzelfall für den in der Anwendung
Geübten extrem nützlich sein können, aber, wenn undifferenziert eingesetzt,
mehr schaden können als helfen. Für kritische Phasen der Akuttherapie auf der
Intensivstation, insbesondere für das Nichtansprechen auf etablierte Therapieformen
müssen differenzierte Optionen erwogen werden. Hierzu werden in dieser Arbeit
Empfehlungen abgegeben. Der bettseitige, möglichst zeitnah verfügbare Einsatz der
Echokardiographie bzw. Sonographie ist dabei ein zentrales Modul in der Diagnostik,
Überwachung und Therapiesteuerung kritisch kranker Intensivpatienten und kann
Volumenreagibilität und hämodynamischen Unterstützungsbedarf abschätzen. Die
Ausbildung und Expertise in diesen Verfahren ist daher unverzichtbar und unterstreicht
die zentrale Rolle des internistisch-kardiologisch ausgebildeten Intensivmediziners.
Literaturnachweis
Jung, C., Janssens, U., Weyand, S. et al.
Hämodynamisches Monitoring in der internistischen Intensivmedizin – DGK-Empfehlung
Kardiologie 2026
https://doi.org/10.1007/s12181-025-00792-2