Nahaufnahme einer jungen Ärztin mit Mundschutz

Positive Resonanz auf das neue Postersession-Format

Auf der 92. Jahrestagung der DGK wurde bei den Postersessions erstmals ein modifiziertes Format mit audio-geführten Präsentationen und digital hervorgehobenen ePostern eingeführt. Die Neuerungen wurden von vielen Kongressbesuchenden positiv aufgenommen. Ob das Format beibehalten wird, wird aktuell mithilfe einer Umfrage geprüft.

Von:

Prof. Dr. Birgit Aßmus

Universitätsklinikum Gießen und Marburg GmbH

Vorsitzende der Programm-Kommission

 

19.05.2026

Bildquelle (Bild oben): Jacob Lund / Adobe Stock

Rahmen und Zielsetzung

Bei der diesjährigen Jahrestagung in Mannheim wurden die Postersessions erstmals in einem modifizierten Format durchgeführt. Im Mittelpunkt stand eine weiterentwickelte Form der klassischen Postersessions, wie sie in der kardiologischen Kongresslandschaft seit Jahren etabliert ist. Ziel war es, die Diskussionsqualität zu verbessern und gleichzeitig den Ablauf für Referierende und Publikum zu strukturieren. Die Neuerungen richteten sich insbesondere an die Bedürfnisse eines großen, parallellaufenden wissenschaftlichen Programms und an ein zunehmend digitales, medienaffines Publikum.

Audio-geführte Posterpräsentationen

Kerninnovation war die Bereitstellung eines Audiosignals, das die Teilnehmenden über eigene Kopfhörer abrufen konnten. Über ein kabelloses System ließ sich die Präsentation am jeweiligen Poster synchron verfolgen, mit individueller Lautstärkeregelung und guter Sprachverständlichkeit auch in akustisch anspruchsvoller Umgebung. Dies trug dazu bei, Hintergrundlärm zu reduzieren, spontane „Störungen“ während der Kurzvorträge zu minimieren und auch zuschauenden Kolleginnen und Kollegen in den hinteren Reihen eine strukturierte, gut hörbare Präsentation zu ermöglichen. Darüber hinaus verbessert ein solches Audio-Setup erfahrungsgemäß die Zugänglichkeit für Teilnehmende mit Hörbeeinträchtigungen, etwa durch die Option ergänzender Assistenzsysteme.

Digitale Poster-Session auf der DGK-Jahrestagung
© Thomas Hauss
Zahlreiche Personen besuchten die Posterausstellung auf der 92. DGK-Jahrestagung

Elektronische Präsentation der prämierten Poster

Eine zweite wesentliche Neuerung war die elektronische Präsentation der nominierten und prämierten Poster im Anschluss an die Session. Während ausgezeichnete Arbeiten traditionell lediglich markiert und separat für die Dauer des Kongresses aufgehängt wurden, wurden die nominierten und prämierten Poster auf großen Displays als ePoster hervorgehoben und damit für das gesamte Kongresspublikum sichtbar gemacht. Die digitale Darstellung eröffnet perspektivisch auch zusätzliche Möglichkeiten – etwa animierte Grafiken, eingebettete Videos oder vertiefende Zusatzinformationen – und unterstützt damit die langfristige Rezeption der besten Beiträge über das Ende der eigentlichen Postersessions hinaus.

Digitale Poster-Session auf der DGK-Jahrestagung
© Thomas Hauss
Elektronische Präsentation eines prämierten Posters

Resonanz und Ausblick

Nach Einschätzung vieler Beteiligter fügt sich das modifizierte Format nahtlos in die fortschreitende Digitalisierung kardiologischer Kongresse ein, wie sie auch in den Publikationen und Angeboten der DGK und der ESC sichtbar sind. Ob die Kombination aus audio-geführter Präsentation vor Ort und elektronischer Hervorhebung der prämierten Poster in der aktuellen Form beibehalten wird, können Sie durch Ihre Teilnahme an unserer kurzen Umfrage maßgeblich beeinflussen.

Machen Sie mit!

Bitte nehmen Sie sich einen Moment Zeit, um Ihre Erfahrungen einzubringen, insbesondere, wenn Sie am Kongress als teilnehmende, referierende oder vorsitzende Person mitgewirkt haben. Beantworten Sie jetzt 3 Fragen zum neuen Posterformat!

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