Was sind Anlass und Ziel der Publikation?
Anlass des Papiers ist die zunehmende Bedeutung eines noch recht jungen Berufes in der Medizin, der als Arztassistenz bei medizinischen Tätigkeiten eingesetzt werden soll.
Ziel des Papiers ist es, möglichst genau und juristisch gesichert den Einsatzbereich von Physician Assistants in der Kardiologie zu beschreiben, damit deren Integration in der Versorgung von kardial kranken Patienten problemlos möglich ist. Hierbei werden die möglichen Tätigkeitsbereiche erläutert und auch auf etwaige Limitationen eingegangen.
Was sind die wichtigsten Take-Home Messages?
- Physician Assistants (PA) können sinnvoll und rechtssicher bei vielen Tätigkeiten in der Kardiologie arztunterstützend eingesetzt werden.
- Bei entsprechender Ausbildung kann ein PA auch Teilschritte invasiver Leistungen auf Anweisung durch einen Facharzt und unter dessen Aufsicht übernehmen.
- Wichtig ist eine fundierte weitere Ausbildung eines PAs durch Fachärzte, um deren Tätigkeitsmöglichkeiten voll nutzen zu können.
- PAs können zu einer erheblichen Entlastung von Ärzten in der Kardiologie führen.
Was sind Herausforderungen bei der Umsetzung und mögliche Lösungen?
Die Herausforderung bei der Umsetzung ist zunächst erstmal die Anerkennung, dass ein PA aufgrund seiner Ausbildung keine „bessere MFA oder Krankenschwester/ Pfleger“ ist, sondern eine echte Arztassistenz. Analog zu Ärzten in der Facharztausbildung sollten PAs in ihrem Berufszweig stetig weiter ausgebildet sein. Ein „Mentoringkonzept“ mit Zuordnung eines Facharztes oder einer Fachärztin zu einem PA ist für die Vermittlung von Kompetenzen und Überwachung von Tätigkeiten in der Anfangsphase nach dem abgeschlossenen Studium hilfreich und fördert die Expertise des PAs und damit dann auch die Einsatzmöglichkeiten bei zum Beispiel auch invasiven Leistungen.
Welche Punkte sind offengeblieben?
Zu Regeln ist sicher noch der Einsatz von PAs in der immer stärker werdenden und geforderten ambulanten Medizin, da sich hier noch juristische Fragen stellen. Hier ist die Erbringung von Leistungen oftmals persönlich an einen KV-Arzt begunden.
Ausblick: Welche Entwicklungen zum Thema zeichnen sich ab?
Die letzten Jahre zeigen eine erhebliche Zunahme der Einsätze von PAs und es werden immer mehr PAs ausgebildet. Sie werden, analog zu Fachkräften aus dem Ausland, eine erhebliche Bedeutung für die Gesundheitsversorgung haben und diese optimieren.
"Physician Assistants (PA)“ – Einsatz von PAs in der Kardiologie – DGK-Positionspapier
Buchwalsky, G., Fölsch, S., Hennersdorf, M. et. al.
„Physician Assistants (PA)“ – Einsatz von PAs in der Kardiologie – DGK-Positionspapier
Kardiologie (2026)
https://doi.org/10.1007/s12181-025-00779-z