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DGK-Zentren auf einen Blick: Renales Denervationszentrum – Hilfe bei der Blutdruckeinstellung

Wenn Medikamente den Bluthochdruck nicht ausreichend senken können oder die Medikamente nicht vertragen werden, kommt ein minimalinvasives Verfahren in Betracht, das als Nierenablation oder renale Denervation bezeichnet wird. Dabei werden bestimmte Nervenfasern der Niere verödet, die an der Entstehung von Bluthochdruck beteiligt sind. 

 

Die von der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie zertifizierten Zentren haben sich auf diese Behandlungsmethode zur Blutdrucksenkung spezialisiert und werden als Renale Denervationszentren (RDZ) bezeichnet. Prof. Dr. Felix Mahfoud beantwortet zentrale Fragen zur Einrichtung.

Von Max Hendriks

 

11.03.2026 (aktualisiert: 09.07.2026)


Bildquelle (Bild oben): Prathankarnpap / Shutterstock.com (bearbeitet)

Das Wichtigste in Kürze

Renale Denervationszentren (RDZ) sind auf die Behandlung von Bluthochdruck spezialisierte Kliniken oder Krankenhaus-Abteilungen, die für die Durchführung einer renalen Denervation zertifiziert sind. 

 

Bei dem Verfahren handelt es sich um ein minimalinvasives Verfahren zur Blutdrucksenkung, bei dem bestimmte Nervenfasern der Niere durch einen Katheter verödet werden. 

 

Dieser Eingriff kann bei Patientinnen und Patienten in Betracht gezogen werden, bei denen blutdrucksenkende Medikamente nicht ausreichend wirksam sind oder nicht vertragen werden.


In Deutschland gibt es über 15 Einrichtungen, die u. a. durch die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie (DGK) als Renale Denervationszentren zertifiziert sind.


Zu den wichtigsten Kriterien der Zertifizierung zählen u. a.:

 

  • nachgewiesene Expertise in der Behandlung von Bluthochdruck und kathetergestützten Behandlung von Herz- und Gefäßerkrankungen 
  • speziell geschulte Teams und strukturierte Abläufe
  • dokumentierte Behandlungsqualität und regelmäßige Qualitätssicherung

 

Über ihre Postleitzahl finden Patientinnen und Patienten HIER alle Einrichtungen im Umkreis auf einen Blick!

Die renale Denervierung (RDN), die auch als Nierenablation bezeichnet wird, ist ein minimalinvasives Verfahren, um medikamentös nicht einstellbaren Bluthochdruck zu senken. Dabei wird ein dünner biegsamer Schlauch (Katheter) über die Blutgefäße ausgehend von der Leiste bis hin zur Niere geführt, um spezielle Nervenfasern durch elektromagnetische Wellen zielgenau zu veröden.

Was sind Renale Denervationszentren?

Bei Renalen Denervationszentren (RDZ) handelt es sich um Kliniken oder Krankenhaus-Abteilungen, die für die renale Denervierung zertifiziert sind. Voraussetzungen sind die Spezialisierung auf schwer einstellbaren Bluthochdruck sowie Erfahrungen von kathetergestützten Behandlungen von Herz- und Gefäßerkrankungen. Durch die Zertifizierung wird sichergestellt, dass alle Qualitätsanforderungen erfüllt werden. 

Zum Experten

Prof. Dr. Felix Mahfoud

Prof. Dr. Felix Mahfoud ist Direktor der Klinik für Kardiologie am Universitätsspital Basel.

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Wann sollte man ein Renales Deneverationszentrum aufsuchen?

Die renale Denervierung (RDN) kommt bei Patientinnen und Patienten in Betracht, die trotz der Einnahme von mehreren blutdrucksenkenden Medikamenten einen dauerhaft erhöhten Blutdruck aufweisen oder wenn die blutdrucksenkenden Medikamente nicht vertragen werden. Insbesondere sollte die RDN angewendet werden, wenn ein hohes kardiovaskuläres Risiko vorliegt, z. B. durch Begleiterkrankungen wie Diabetes, erhöhte Blutfette (Hypercholesterinämie), Nierenfunktionsstörungen, Koronare Herzkrankheit oder Gefäßverkalkungen (Atherosklerose). Auch bei einem stark schwankenden Blutdruck ist eine Vorstellung im RDZ sinnvoll. In der Regel erfolgt die Überweisung in das RDZ nach vorheriger Abklärung in einer hausärztlichen oder kardiologischen Praxis. 

Wie findet man ein Renales Deneverationszentrum in seiner Nähe?

In Deutschland gibt es über 15 Renale Denervationszentren. Mit der Suche der DGK finden Sie nach Eingabe Ihrer Postleitzahl alle zertifizierten Einrichtungen in Ihrem Umkreis auf einen Blick!

Was sollte man in ein Renales Deneverationszentrum mitnehmen?

Patientinnen und Patienten, die ein Renales Denervationszentren aufsuchen, sollten folgende Unterlagen mitbringen:

 

  • aktuelle Medikamentenliste
  • Arztberichte und Vorbefunde
  • Blutdrucktagebuch oder Heimblutdruckmessungen
  • Ergebnisse von Langzeit-Blutdruckmessungen
  • Laborwerte und Bildgebung des Herzens und der Niere


Diese Unterlagen erleichtern eine rasche und fundierte Beurteilung.

Wie wird ein Renales Denervationszentrum zertifiziert?

Die Zertifizierung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK), der Deutschen Hochdruckliga (DHL®, Deutsche Gesellschaft für Hypertonie und Prävention) und der Deutschen Gesellschaft für Nephrologie (DGfN) stellt sicher, dass ein Zentrum definierte Qualitätsstandards erfüllt. Dazu zählen:

 

  • nachgewiesene Expertise in der Behandlung von Bluthochdruck und in interventionellen Verfahren
  • Erfahrung mit kathetergestützter Behandlung von Herz- und Gefäßerkrankungen
  • speziell geschulte Teams und strukturierte Abläufe
  • standardisierte Abläufe zu Diagnose und Therapie
  • dokumentierte Behandlungsqualität und regelmäßige Qualitätssicherung
  • enge Zusammenarbeit verschiedener Fachbereiche


Für Patientinnen und Patienten bedeutet dies ein hohes Maß an Sicherheit, Erfahrung und Behandlungsqualität sowie eine Versorgung nach einheitlichen, überprüften Standards.


Die einzelnen Kriterien im Detail können Sie hier einsehen.

 

Weitere informative Artikel dazu finden Sie auf unserer Übersichtsseite Blutdruck.

Infos zur DGK und ihren Zertifizierungsprogrammen

Die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie (DGK) ist eine gemeinnützige wissenschaftlich-medizinische Fachgesellschaft mit mehr als 12.000 Mitgliedern aus Universitäten, Kliniken und Praxen vom Fachgebiet der Kardiologie. Das Ziel der Organisation ist die Förderung der Wissenschaft und Forschung zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen, wofür neben der Ausrichtung von Tagungen und Kongressen auch die Fortbildung der Mitglieder und die Veröffentlichung von medizinischen Leitlinien im Fokus stehen.

 

Darüber hinaus hat die DGK Zertifizierungsprogramme für Institutionen und Fachpersonen etabliert. Kardiologische Einrichtungen können sich in verschiedenen Bereichen zertifizieren lassen. Grundlage hierfür ist ein umfassender Kriterienkatalog, dessen Anforderungen erfüllt werden müssen, um die jeweilige Zertifizierung zu erhalten. Das Verfahren dient der Sicherung und kontinuierlichen Weiterentwicklung hoher Qualitätsstandards und trägt somit zu einer optimalen Patientenversorgung bei.

FAQ – Häufige Fragen zu Renalen Denervationszentren

Renale Denervationszentren (RDZ) sind auf die Behandlung von Bluthochdruck spezialisierte Kliniken oder Krankenhaus-Abteilungen, die für die Durchführung einer renalen Denervation zertifiziert sind, einem minimalinvasiven Verfahren zur Blutdrucksenkung per Katheter.

Speziell bei Patientinnen und Patienten, bei denen blutdrucksenkende Medikamente nicht ausreichend wirksam sind oder nicht vertragen werden, kann eine renale Denervation in Betracht gezogen werden.

In Deutschland gibt es über 15 Einrichtungen, die als Renale Denervationszentren zertifiziert sind. Über die Suche der DGK finden Sie alle zertifizierten Einrichtungen in Ihrem Umkreis!

Ein Renales Denervationszentrum muss für eine Zertifizierung definierte Qualitätsstandards erfüllen. Dazu zählen u. a. die nachgewiesene Expertise in der Behandlung von Bluthochdruck und kathetergestützten Behandlung von Herz- und Gefäßerkrankungen sowie speziell geschulte Teams und strukturierte Abläufe. So kann ein hohes Maß an Sicherheit, Erfahrung und Behandlungsqualität sowie eine Versorgung nach einheitlichen, überprüften Standards gewährleistet werden.

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