Autoren
Mark Weber-Krüger · Moritz Blum · Bernd Alt-Epping · Marc Dittrich · Franz Goss · Tanja Henking · HashimAbdul-Khaliq ·
Dorit Knappe · Gerald Neitzke · Christian Perings* · Harald Rittger · Henrikje Stanze · Klaus K.Witte · Jochen Dutzmann
* Für die Kommission für Klinische Kardiovaskuläre Medizin
Zusammenfassung
Bei Patientinnen und Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz sollen Therapieziele
frühzeitig festgelegt und im Verlauf regelmäßig überprüft werden. Angesichts
des oft schwer vorhersehbaren Krankheitsverlaufs ist eine offene, wertorientierte
Kommunikation über Prognose, Belastungen und Erfolgsaussichten medizinischer
Maßnahmenessenziell.Das Konsensuspapierbetontdie Bedeutung einer strukturierten
Entscheidungsfindung im Sinne des Advance Care Planning (ACP) und einer engen
multiprofessionellen Zusammenarbeit zwischen Kardiologie, Hausärztinnen und
-ärzten, Pflege und Palliativmedizin. Dabei sind sowohl medizinische als auch
ethische und rechtliche Aspekte zu berücksichtigen, insbesondere die Ermittlung und
Beachtung des Patientenwillens. Palliative Therapieansätze sollen frühzeitig in die
Versorgung integriert und nicht erst in der terminalen Krankheitsphase berücksichtigt
werden. Regelmäßige Reevaluationen von Therapieentscheidungen und eine klare
Dokumentation individueller Werte, Wünsche und Behandlungsgrenzen fördern
eine patientenzentrierte, konsistente Versorgung. Eine Anpassung bestehender
Versorgungs- und Vergütungsstrukturen wird empfohlen, um herzinsuffiziente
Patientinnen und Patienten sektorenübergreifend adäquat und würdevoll zu begleiten.
Literaturnachweis
Weber-Krüger, M., Blum, M., Alt-Epping, B. et al.
Therapiezielfestlegung und -änderung im Verlauf der chronischen Herzinsuffizienz.
Kardiologie (2026)
https://doi.org/10.1007/s12181-025-00777-1