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Adipositas erhöht VHF-Risiko direkt und durch Komorbiditäten

DGK-Jahrestagung 2026 | Late-Breaking Clinical Trials II: Prof. Christian-Hendrik Heeger im Gespräch mit Dr. Jamschid Sedighi (Justus-Liebig-Universität, Gießen) über Studienergebnisse zu Übergewicht, Adipositas und Vorhofflimmern mit Real-World-Daten von 400.000 Patientinnen und Patienten in Deutschland.

Von:

Prof. Christian-Hendrik Heeger

AGEP-Nukleus

 

 

13.04.2026

Bildquelle (Bild oben): m:con / Ben van Skyhawk

Take-aways

  • Adipositas ist ein starker eigenständiger Risikofaktor für Vorhofflimmern: Etwa 75 % des Effekts sind direkt auf Adipositas zurückzuführen, nur ca. 25 % auf begleitende Komorbiditäten.
  • Möglicher Mechanismus: Adipositas bzw. Fettgewebe wirkt proinflammatorisch und kann dadurch das Risiko für Vorhofflimmern erhöhen.
  • Klinische Konsequenz: Es braucht einen zweigleisigen Ansatz – sowohl konsequente Behandlung von Komorbiditäten als auch aktive Gewichtsreduktion, da Adipositas selbst als „Treiber“ der Erkrankung betrachtet werden sollte.

Referenzen

  1. Sedighi J, Luedde M, Boettger P, et al. Overweight, obesity and incident atrial fibrillation: Real-world evidence from 400 000 patients in Germany. Diabetes Obes Metab. 2025;27(10):5822-5830. doi:10.1111/dom.16637.

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