Neue Wege in der Ablation des persistierenden Vorhofflimmerns
EHRA Congress 2026 | SOLVE-AF: Prof. Amir Jadidi (Herzzentrum Luzern, Schweiz) stellte die Daten der randomisierten, multizentrischen klinischen Studie zur Bewertung neuer Katheterablationsstrategien für persistierendes Vorhofflimmern in der Late-Breaking-Science-Sitzung vor.1 Im Interview fasst er Methodik und Ergebnisse zusammen und blickt auf sich ergebende Implikationen für die Praxis.
Die Studie untersuchte, ob der klinische Erfolg gesteigert werden kann, wenn zusätzlich zur PVI gezielt fibrotische Areale oder Regionen mit niedriger elektrischer Spannung (low-voltage areas) im Sinusrhythmus abladiert werden.
Der neue Ablations-Approach führte zu ähnlich guten Ablationsergebnissen wie bei gesünderen Personen ohne Low-Voltage-Areale, die nur mit einer klassischen PVI behandelt wurden.
Die Daten sprechen für einen individualisierten Ansatz der Ablation: Reine PVI bei gesünderen Personen ohne Low-Voltage-Areale, neuer Ablationsapproach mit PVI plus zusätzlicher Ablation von fibrotischen Arealen im linken Vorhof bei kränkeren Personen mit Low-Voltage-Arealen.
Referenzen
Jadidi AS. SOLVE-AV: Sinus rhythm substrate-based ablation of low voltage and abnormal electrograms for persistent AF. Late-Breaking Science: persistent atrial fibrillation ablation, 13.04.2026, Paris, EHRA 2026.
Jadidi A et al. Pulmonary vein isolation and additional selective ablation of low voltage areas and atrial late potentials for persistent atrial fibrillation (SOLVE-AF-Study). Europace. 2023 May 24;25(Suppl 1):euad122.135. doi: 10.1093/europace/euad122.135.
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