mannheim-32zu9-1920x540px

Top Line Studies: OCEAN

DGK-Jahrestagung 2026 | OCEAN: Ist ein Absetzen der Antikoagulation nach erfolgreicher Ablation, wenn nach 12 Monaten kein Vorhofflimmern mehr auftritt, sinnvoll? Dr. Leon Iden (Segeberger Kliniken) stellt die Ergebnisse der Studie vor und ordnet diese für die Praxis ein.

Von:

Romy Martínez

HERZMEDIZIN-Redaktion

 

 

16.04.2026

Bildquelle (Bild oben): m:con / Ben van Skyhawk

Take-aways

  • Die OCEAN-Studie adressiert eine zentrale Frage nach erfolgreicher Katheterablation bei Vorhofflimmern – ob eine orale Antikoagulation weiterhin notwendig ist, wenn nach 12 Monaten kein Vorhofflimmern mehr auftritt.
  • In der randomisierten Studie wurden Patientinnen und Patienten entweder mit Rivaroxaban oder Aspirin behandelt. Es zeigte sich kein signifikanter Unterschied bei Schlaganfällen, systemischen Embolien, stillen Hirninfarkten oder schweren Blutungen.
  • Allerdings traten mehr klinisch relevante, aber nicht schwere Blutungen (z. B. Nasenbluten, Notaufnahmebesuche) im Rivaroxaban-Arm auf.
  • Insgesamt war die Ereignisrate in beiden Gruppen sehr niedrig, vergleichbar mit Personen ohne Vorhofflimmern, was darauf hindeutet, dass bei Patientinnen und Patienten mit niedrigem bis mittlerem Risiko ein Absetzen der Antikoagulation nach erfolgreicher Ablation möglicherweise sicher ist (mit Einschränkungen für Hochrisikopatientinnen und -patienten).

Mehr zum Thema

Zur Übersichtsseite DGK-Jahrestagung 2026

Das könnte Sie auch interessieren

Aktuelle Studien, u. a. P2Y12-Inhibitoren im Vergleich, Elecoglipron als oraler GLP-1-RA, Vitamin K gegen Atherosklerose und VHF-Risiko von Ausdauersport.

New York Valves 2026 | REDEMPTION: Real-World-Daten zum kathetergestützten Trikuspidalklappenersatz (TTVR) nach T-TEER. Von Prof. T. Rheude.

New York Valves 2026 | Real-World-Daten für ein Device zur Leaflet-Modifikation bei Valve-in-Valve-TAVI. Von Prof. T. Rheude.