Krankenhausgang mit Personen

ICU matters: Infarktbedingter kardiogener Schock (2/4)

Wie kann moderne kardiovaskuläre Intensivmedizin aussehen? Im Video-Format „ICU matters“ werden Fragen und Unsicherheiten adressiert sowie wissenschaftliche Neuerungen in den Kontext moderner Behandlungen gestellt – für ein klares Bild der kardiologischen Sicht auf die Intensivmedizin, konzipiert als Unterstützung für Kolleginnen und Kollegen, die vor ihrer ersten Intensivrotation stehen. 
 
In der zweiten Folge gibt Dr. Tobias Graf (Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Lübeck) einen Überblick zur medikamentösen Therapie des kardiogenen Schocks.

 

Jetzt Folge 2 ansehen (Dauer: 7 Minuten).

 

„ICU matters“ ist ein Format von Mitgliedern der Arbeitsgruppe „Kardiovaskuläre Intensivmedizin“ (AG 3) in der Rubrik Intensiv- und Notfallmedizin. In vier Folgen werden jeweils verschiedene Aspekte eines intensivmedizinischen Themas behandelt.

Von: 

Dr. med. univ. Saskia Stegmüller

SLK-Kliniken Heilbronn

 

28.01.2026

Bildquelle (Bild oben): hxdbzxy / Shutterstock.com

Take-aways

  • Noradrenalin gilt gegenüber Adrenalin als Vasopressor der Wahl. Die OPTIMA-CC-Studie belegt, dass Adrenalin im direkten Vergleich mit einer signifikant höheren Rate an refraktärem kardiogenem Schock assoziiert ist.

  • Während Dobutamin den klinischen Standard zur Inotropie darstellt, kommen alternativ der Calcium-Sensitizer Levosimendan sowie der PDE-3-Inhibitor Milrinon zum Einsatz.

  • Die DOREMI-Studie lieferte keinen Beleg für eine klinische Überlegenheit von Dobutamin gegenüber Milrinon. Beide Substanzen erwiesen sich hinsichtlich der primären Endpunkte als äquivalent.

  • Zur präzisen Steuerung der Katecholamintherapie wird im fortgeschrittenen Stadium des kardiogenen Schocks ein erweitertes hämodynamisches Monitoring empfohlen.

  • Angesichts potenzieller Nebenwirkungen wie Hypotonie und proarrhythmischer Effekte der Inotropika ist eine engmaschige Überwachung essenziell. Bei hohem Katecholaminbedarf sollte frühzeitig die Evaluation mechanischer Kreislaufunterstützungssysteme (MCS) erfolgen.

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