Krankenhausgang mit Personen

ICU matters: Infarktbedingter kardiogener Schock (4/4)

Wie kann moderne kardiovaskuläre Intensivmedizin aussehen? Im Video-Format „ICU matters“ werden Fragen und Unsicherheiten adressiert sowie wissenschaftliche Neuerungen in den Kontext moderner Behandlungen gestellt – für ein klares Bild der kardiologischen Sicht auf die Intensivmedizin, konzipiert als Unterstützung für Kolleginnen und Kollegen, die vor ihrer ersten Intensivrotation stehen. 
 
In der finalen Folge des Themenblocks spricht Prof. Holger Thiele (Herzzentrum Leipzig) erneut zur mechanischen Kreislaufunterstützung beim kardiogenen Schock.

 

Jetzt Folge 4 ansehen (Dauer: 9 Minuten).

 

„ICU matters“ ist ein Format von Mitgliedern der Arbeitsgruppe „Kardiovaskuläre Intensivmedizin“ (AG 3) in der Rubrik Intensiv- und Notfallmedizin. In vier Folgen werden jeweils verschiedene Aspekte eines intensivmedizinischen Themas behandelt.

Von: 

Dr. med. univ. Saskia Stegmüller

SLK-Kliniken Heilbronn

 

25.02.2026

Bildquelle (Bild oben): hxdbzxy / Shutterstock.com

Take-aways

  • Aktuell fehlen randomisierte kontrollierte Studien, die den optimalen Zeitpunkt eines aktiven Ventings unter VA-ECMO-Therapie bei kardiogenem Schock eindeutig definieren. Klinische Indikatoren für ein Venting sind u. a. eine aufgehobene Pulsatilität in der arteriellen Druckkurve, ein Geschwindigkeits-Zeit-Integral im linksventrikulären Ausflusstrakt (LVOT-VTI) von <10 cm sowie der echokardiographische Nachweis einer persistierenden geschlossenen Aortenklappe (ECLS-SHOCK-Studie).

  • Der Prozess des Weanings von mechanischen Kreislaufunterstützungssystemen (MCS) erfordert ein individualisiertes Vorgehen. Die Entscheidung ist multifaktoriell und sollte Aspekte wie z. B. die respiratorische Situation sowie die spezifische rechts-, links- oder biventrikuläre Funktion berücksichtigen.

  • Leitend für den Einsatz von MCS bleibt der Grundsatz: „So lange wie nötig, jedoch so kurz wie möglich“, um assoziierte Komplikationen zu minimieren.

  • Basierend auf Analysen der ECLS-SHOCK-Studie korreliert die Expertise des Zentrums signifikant mit der Patientenprognose. Es konnte eine kritische Schwelle von mindestens 42 VA-ECMO-Implantationen pro Jahr und Zentrum identifiziert werden, ab der eine signifikante Reduktion der Mortalitätsrate zu verzeichnen ist.

  • Für den Verschluss der großkalibrigen Gefäßzugänge nach Explantation der Devices stehen verschiedene Strategien zur Verfügung, darunter die manuelle oder mechanische Kompression, perkutane Verschlusssysteme sowie die chirurgische Sanierung.

Weitere Folgen der Videoreihe „Infarktbedingter kardiogener Schock“:  

 

 

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