ESC Congress 2026 | Wie ist der Forschungsstand bei Aldosteron-Synthase-Inhibitoren? Prof. Johann Bauersachs (Medizinische Hochschule Hannover) stellt die neuesten Erkenntnisse des Themengebiets vor.
Aldosteron-Synthase-Inhibitoren (ASIs) setzen früher an als bisherige Therapien: Sie hemmen bereits die Bildung von Aldosteron und könnten dadurch auch Aldosteron-Effekte verhindern, die nicht über den Mineralocorticoid-Rezeptor vermittelt werden.
Mehrere ASIs werden derzeit in großen Studien untersucht: Neben Baxdrostat werden unter anderem Lorundostat und Vicadrostat erforscht. Vicadrostat wird dabei in Kombination mit einem SGLT2-Hemmer wie Empagliflozin untersucht.
Ein wichtiger Forschungsansatz ist die Prävention: Untersucht wird, ob ASIs nicht nur bei bestehender Herzschwäche, Nierenschwäche oder schwer einstellbarem Bluthochdruck helfen, sondern Erkrankungen bereits früher verhindern können. Erste Ergebnisse einer großen HFpEF-Behandlungsstudie werden voraussichtlich 2028 erwartet.
Für einen Einsatz in der klinischen Praxis müssen Wirksamkeit und Sicherheit noch belegt werden: Langfristig könnten ASIs möglicherweise Mineralocorticoid-Rezeptor-Antagonisten wie Spironolacton ersetzen, wenn sie sich als wirksamer und sicherer erweisen.
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