Das HI-TAC ist eine gemeinsame Einrichtung des Max Delbrück Centers und der Universität Heidelberg mit ihren Medizinischen Fakultäten in Heidelberg und Mannheim. Ziel ist es, die Interaktionen zwischen Herz, Blutgefäßen und anderen Organen besser zu verstehen und daraus neue Ansätze für Prävention, Diagnostik und Therapie abzuleiten.
Prof. Backs hat an der Universität Heidelberg in Medizin promoviert und war später als Arzt in allen Abteilungen der Inneren Medizin am Universitätsklinikum Heidelberg sowie als Postdoc am Department for Molecular Biology der University of Texas tätig. Im Jahr 2007 kehrte er als Emmy-Noether-Nachwuchsgruppenleiter an die Universität Heidelberg zurück.
Künftig wird Backs rund die Hälfte seiner Arbeitszeit am HI-TAC verbringen und sich dort insbesondere drei Forschungsschwerpunkten widmen: Erstens untersucht er das Zusammenspiel von Herzmuskelzellen, Endothelzellen und Blutplättchen, das zur Versteifung des Herzmuskels bei HFpEF beitragen könnte. Zweitens erforscht er die Interaktionen zwischen Herz und Fettgewebe. In einem Mausmodell führte die gezielte Hemmung der Histon-Deacetylase 4 (HDAC4) nicht nur zu einer Verbesserung der Herzfunktion, sondern auch zu weniger entzündetem Fettgewebe und einer geringeren Entwicklung von Übergewicht. Daraus könnten neue therapeutische Zielstrukturen entstehen. Drittens untersucht er die Kommunikation zwischen Gehirn und Herz bei stressbedingten Herzerkrankungen, wie z.B. das Takotsubo-Syndrom, und Schlaganfall.
Das HI-TAC soll die Grundlagenforschung zu den Interaktionen zwischen Herz, Gefäßen, Stoffwechsel und Gehirn enger mit der klinischen Entwicklung verbinden. Durch die Zusammenarbeit von Prof. Backs und Prof. Yaniv sollen neue molekulare Zielstrukturen identifiziert und vielversprechende Therapieansätze schneller in die medizinische Anwendung überführt werden.