Autoren
Diona Gjermeni · Tobias Geisler · Karin Anne L. Müller · Dietmar Trenk ·
Tobias Petzold · Julinda Mehilli* · Bernhard H. Rauch · Tanja Katharina Rudolph · Sven Waßmann ·
Willibald Hochholzer · Christoph B. Olivier
* Für die Kommission für Klinische Kardiovaskuläre Medizin
Zusammenfassung
Die antithrombotische Therapie spielt eine zentrale Rolle in der Prävention und
Behandlung thromboembolischer Ereignisse. Eine individuelle Anpassung der
Therapie ist häufig notwendig, um den spezifischen Bedürfnissen der Patienten
gerecht zu werden und Risiken zu minimieren. Dabei ist entscheidend, verschiedene
klinische Faktoren wie Alter, das Vorliegen von Begleiterkrankungen sowie die
Begleitmedikation zu berücksichtigen. Zu den gängigen Therapieoptionen gehören
neben Acetylsalicylsäure (ASS) die oralen und intravenösen P2Y12-Inhibitoren.
Indikation für eine De- oder Eskalation der antithrombozytären Therapie umfassen
unter anderem unerwünschte Arzneimittelwirkungen, Kontraindikationen und ein
erhöhtes Ischämie- oder Blutungsrisiko. Zudem kann eine Umstellung notwendig
werden, wenn die Therapie aufgrund eines chirurgischen Eingriffes oder einer anderen
Intervention unterbrochen werden muss. Eine sorgfältige Risikoabschätzung unter
Berücksichtigung der Pharmakokinetik und -dynamik der jeweiligen Substanzen ist
erforderlich, um die optimale Therapieentscheidung zu treffen und Komplikationen
zu vermeiden. Diese Empfehlung soll die pharmakologischen Interaktionen
für die praktischen Aspekte der Umstellung der antithrombotischen Therapie
zusammenfassen.
Literaturnachweis
Gjermeni, D., Geisler, T., Müller, K.A.L. et al.
Umstellung antithrombozytärer Therapien: Interaktionen und praktische Durchführung – DGK-Empfehlung.
Kardiologie (2026).