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Impfungen als kardiovaskuläre Präventionsmaßnahme

DGK-Jahrestagung 2026 | Warum ist die Rolle von Impfungen in der Prävention so entscheidend? Prof. Stephan Schirmer (Kardiopraxis Schirmer Kaiserslautern) plädiert für eine stärkere Integration von Impfungen in die kardiologische Praxis und erläutert, wie Ärztinnen und Ärzte dabei aktiv werden können.

Von:

Romy Martínez

HERZMEDIZIN-Redaktion

 

 

16.04.2026

Bildquelle (Bild oben): m:con / Ben van Skyhawk

Take-aways

  • Impfen als gleichwertige Präventionsmaßnahme: Impfungen gegen respiratorische Erreger (z. B. Influenza, Pneumokokken, RSV, SARS-CoV-2) haben einen ähnlich hohen Stellenwert in der kardiovaskulären Prävention wie klassische Therapien (z. B. gegen Bluthochdruck oder hohe Cholesterinwerte).
  • Niedrige Impfquoten durch Wissenslücken: Trotz klarer Evidenz sind die Impfquoten – insbesondere bei älteren Risikopatientinnen und -patienten – sehr niedrig. Ein zentraler Grund ist mangelndes Bewusstsein für den kardiovaskulären Nutzen von Impfungen; gezielte Aufklärung kann die Impfbereitschaft deutlich erhöhen.
  • Aktive Rolle der Ärzteschaft entscheidend: Impfungen sollten stärker in die kardiologische Praxis integriert werden. Erfolgreiche Kommunikation erfordert individuelle Ansprache der Patientinnen und Patienten und aktives Überzeugen – reine Informationsmaterialien im Wartezimmer reichen nicht aus.

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