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Outcomes der M-TEER stratifiziert nach Schweregrad

DGK Herztage 2026 | REPAIR: In dem Investigator-initiierten multizentrischen Register wurde untersucht, inwieweit der Schweregrad der Mitralklappeninsuffizienz einen Einfluss auf die klinischen Outcomes nach einem Jahr hat. Dr. Alexander Stilkenböhmer (Bad Oeynhausen) präsentierte die zuvor publizierten Daten im Rahmen der Postersession und erhielt den Sven-Effert-Posterpreis.1,2

Von:

Dr. Heidi Schörken

HERZMEDIZIN-Redaktion

 

29.09.2026

Bildquelle (Bild oben): Sina Ettmer Photography / Shutterstock.com 

Hintergrund und Studiendesign

Die transkathetergestützte Edge-to-Edge-Reparatur der Mitralklappe (M-TEER) ist eine etablierte Therapie für Patientinnen und Patienten mit primärer Mitralklappeninsuffizienz (MI) und hohem Operationsrisiko. Die Bedeutung des MI-Schweregrads für die klinischen Outcomes nach M-TEER wurde bisher noch nicht ausreichend untersucht. 


In das Investigator-initiierte multizentrische Register REPAIR (REgistry of PAscal for mItral Regurgitation) wurden Personen mit MI aus 14 Zentren in Deutschland eingeschlossen, die zwischen 2019 und 2024 eine M-TEER (PASCAL-System) erhielten, und nach MI-Schweregrad zur Baseline in 2 Gruppen (Grad 2+/3+ und Grad 4+) eingeteilt.


Der primäre Endpunkt, ereignisfreies Überleben ohne Herzinsuffizienz-Hospitalisierungen (HFH) nach einem Jahr, wurde stratifiziert nach: Schweregrad der MI zur Baseline und der residualen MI, Reduktion des MI-Schweregrads ≤1 sowie Verbesserung von NYHA-Klasse III/IV auf Klasse I/II innerhalb von 30 Tagen.

Ergebnisse

Von 2.601 Personen der REPAIR-Studie hatten 846 Personen eine primäre MI, wovon 343 (40,5 %) eine mittel- bis hochgradige und 503 (59,5 %) eine hochgradige MI aufwiesen. Die Baseline-Charakteristika, einschließlich medianem Alter (82 Jahre) und Symptombelastung waren in beiden Gruppen vergleichbar und 78 % bzw. 83 % gehörten zur NYHA-Klasse III/IV. 


Für den primären Endpunkt zeigten sich keine signifikanten Unterschiede: 83,4 % vs. 82,6 % der Personen beider Gruppen überlebten nach einem Jahr ohne HFH (p=0,469). Die residuale MI hatte dagegen einen signifikanten Einfluss auf das Überleben ohne HFH: Ein höherer residualer MI-Schweregrad (≥2+) war mit einem ungünstigeren Outcome assoziiert (p=0,001). 


Die M-TEER führte in beiden Gruppen zu einer signifikanten Verringerung der MI, wobei allerdings signifikant ein höherer Personenanteil der Gruppe mit geringerem MI-Schweregrad eine optimale MI-Reduktion (≤1+) erreichte: 78,0 % vs.66,2 % (p<0,001). Der Personenanteil mit NYHA-Klasse-III/IV nahm in beiden Gruppen signifikant ab auf 27,7 % bzw. 29,3 %.

Fazit

In diesem retrospektiven Real-World-Register war eine mittel- bis hochgradige MI zur Baseline mit höheren Raten einer optimalen MI-Reduktion verbunden, während die ereignisfreien Überlebensraten nach einem Jahr sowie die symptomatischen Verbesserungen vergleichbar waren.

Key Facts der Studie

Die Registerstudie untersuchte die Outcomes nach M-TEER abhängig vom MI-Schweregrad zur Baseline (Grad 2+/3+ vs. Grad 4+).

Für den primären Endpunkt (ereignisfreies Überleben über 1 Jahr) zeigten sich keine signifikanten Unterschiede. Allerdings erreichten signifikant mehr Personen der Gruppe mit geringerem MI-Schweregrad eine optimale MI-Reduktion (≤1).

Die Ergebnisse des REPAIR-Registers zeigen, dass alle Personen unabhängig vom MI-Schweregrad von der M-TEER profitieren, jedoch erreichen weniger Personen mit hochgradiger MI eine optimale MI-Reduktion, was für einen früheren Einsatz der M-TEER spricht.  

Referenzen

  1. Stilkenböhmer, A. M. V. et al. Impact of Moderate-to-Severe Versus Severe Primary Mitral Regurgitation on Procedural Success and Clinical Outcomes After M-TEER: Data From the REPAIR Study. Clin Res Cardiol (2026). DOI 10.1007/s00392-026-03036-9

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