Die transkathetergestützte Edge-to-Edge-Reparatur der Mitralklappe (M-TEER) ist eine etablierte Therapie für Patientinnen und Patienten mit primärer Mitralklappeninsuffizienz (MI) und hohem Operationsrisiko. Die Bedeutung des MI-Schweregrads für die klinischen Outcomes nach M-TEER wurde bisher noch nicht ausreichend untersucht.
In das Investigator-initiierte multizentrische Register REPAIR (REgistry of PAscal for mItral Regurgitation) wurden Personen mit MI aus 14 Zentren in Deutschland eingeschlossen, die zwischen 2019 und 2024 eine M-TEER (PASCAL-System) erhielten, und nach MI-Schweregrad zur Baseline in 2 Gruppen (Grad 2+/3+ und Grad 4+) eingeteilt.
Der primäre Endpunkt, ereignisfreies Überleben ohne Herzinsuffizienz-Hospitalisierungen (HFH) nach einem Jahr, wurde stratifiziert nach: Schweregrad der MI zur Baseline und der residualen MI, Reduktion des MI-Schweregrads ≤1 sowie Verbesserung von NYHA-Klasse III/IV auf Klasse I/II innerhalb von 30 Tagen.
Von 2.601 Personen der REPAIR-Studie hatten 846 Personen eine primäre MI, wovon 343 (40,5 %) eine mittel- bis hochgradige und 503 (59,5 %) eine hochgradige MI aufwiesen. Die Baseline-Charakteristika, einschließlich medianem Alter (82 Jahre) und Symptombelastung waren in beiden Gruppen vergleichbar und 78 % bzw. 83 % gehörten zur NYHA-Klasse III/IV.
Für den primären Endpunkt zeigten sich keine signifikanten Unterschiede: 83,4 % vs. 82,6 % der Personen beider Gruppen überlebten nach einem Jahr ohne HFH (p=0,469). Die residuale MI hatte dagegen einen signifikanten Einfluss auf das Überleben ohne HFH: Ein höherer residualer MI-Schweregrad (≥2+) war mit einem ungünstigeren Outcome assoziiert (p=0,001).
Die M-TEER führte in beiden Gruppen zu einer signifikanten Verringerung der MI, wobei allerdings signifikant ein höherer Personenanteil der Gruppe mit geringerem MI-Schweregrad eine optimale MI-Reduktion (≤1+) erreichte: 78,0 % vs.66,2 % (p<0,001). Der Personenanteil mit NYHA-Klasse-III/IV nahm in beiden Gruppen signifikant ab auf 27,7 % bzw. 29,3 %.
In diesem retrospektiven Real-World-Register war eine mittel- bis hochgradige MI zur Baseline mit höheren Raten einer optimalen MI-Reduktion verbunden, während die ereignisfreien Überlebensraten nach einem Jahr sowie die symptomatischen Verbesserungen vergleichbar waren.
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