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RISE 2026: Impulse für mehr Führungskompetenz in der Kardiologie

Welche Kompetenzen brauchen Ärztinnen, um Führungsverantwortung in der Kardiologie zu übernehmen? Im Interview spricht Malissa J. Wood, MD, Global Program Director von RISE @ ESC Congress 2026, über die Vision des Programms sowie die Initiative Women as One, internationale Erfahrungen, bestehende Hürden für Frauen in Führungspositionen und die Bedeutung von Vernetzung, Mentoring und gezielter Leadership-Entwicklung. Die globalen Gemeinschaft von Frauen in der Kardiologie trifft 27. August in München zusammen. 

Von:

Romy Martínez

HERZMEDIZIN-Redaktion

 

 

14.07.2026

Bildquelle (Bild oben): PeopleImages.com / Yuri A / Shutterstock.com

Häufig gestellte Fragen zu Women As One

„Women As One“ hat es sich zur Aufgabe gemacht, Kardiologinnen zu unterstützen und zu stärken. Durch sorgfältig zusammengestellte Angebote, sowohl vor Ort als auch online, soll der Wandel hin zu einer geschlechtergerechteren medizinischen Belegschaft vorangetrieben werden.

Women As One wurde 2019 von Prof. Roxana Mehran und Dr. Marie-Claude Morice gegründet. Mittlerweile sind mehr als 3200 Frauen aus dem Bereich der Kardiologie in der Online-Community von Women As One registriert – aus 119 Ländern und über 30 Fachrichtungen.

RISE ist eine jährliche Präsenzkonferenz, die Ärztinnen ein Forum bieten soll, in dem sie sich vernetzen und weiterbilden können, um den Weg hin zu mehr Gleichberechtigung in der Medizin weiter voranzutreiben. Das 2023 ins Leben gerufene Event konzentriert sich auf Fortbildungen zur beruflichen Weiterentwicklung von Frauen in der Medizin.

RISE @ ESC Congress 2026 wird im Rahmen des diesjährigen Kongresses der European Society of Cardiology am 27. August 2026 in München stattfinden. Das Motto lautet dieses Mal „Growing and Thriving as a Leader in Cardiology“. Weitere Infos sind auf der Veranstalterseite zu finden.

Über Prof. Malissa J. Wood

Prof. Malissa J. Wood, FACC, FASE, ist eine international anerkannte Kardiologin, Forscherin und Verfechterin der gesundheitlichen Chancengleichheit. Sie ist Chief Medical Officer bei „Women As One“ und Professorin für Medizin am College of Medicine der Florida State University. Ihre Karriere umfasst mehr als drei Jahrzehnte in Führungspositionen an der Schnittstelle zwischen kardiovaskulärer Gesundheit von Frauen, Prävention und innovativen Versorgungsmodellen.


Prof. Wood ist Autorin zahlreicher begutachteter Publikationen und Buchkapitel mit den Schwerpunkten Herz-Kreislauf-Erkrankungen bei Frauen, schwangerschaftsassoziierte Herzerkrankungen, spontane Koronararteriendissektion (SCAD), Sportlerphysiologie, präventive Kardiologie sowie der Einfluss von Stress und Verhalten auf kardiovaskuläre Ergebnisse. Als Gründungsmitglied und Co-Vorsitzende des Lenkungsausschusses des International SCAD Registry trägt sie dazu bei, das weltweite Verständnis dieser noch zu wenig beachteten Ursache für Herzinfarkte bei jüngeren Frauen zu fördern. Ihre Arbeit in den Bereichen Schwangerschaft und Herzerkrankungen, kardio-obstetrische Medizin sowie geschlechtsspezifische kardiovaskuläre Mechanismen hat die klinische Ausbildung und die Praxisleitlinien auf nationaler Ebene geprägt.


Sie gründete das „Corrigan Women’s Heart Health Program“ am Massachusetts General Hospital, wo sie als außerordentliche Professorin für Medizin an der Harvard Medical School tätig war, entwickelte das MGH-SCAD-Programm und -Register und schuf das „HAPPY Heart Program“, ein gemeindebasiertes, in den Lebensstil integriertes Präventionsmodell, das die kardiovaskulären Risiken und die emotionale Gesundheit unterversorgter Frauen verbesserte.

 

Diese Programme haben sich zu nationalen und internationalen Vorbildern für eine frauenzentrierte kardiovaskuläre Versorgung entwickelt. Während ihrer Tätigkeit am MGH hatte Dr. Wood den erstmals eingerichteten Cathy-E.-Minehan-Lehrstuhl für Herz-Kreislauf-Erkrankungen bei Frauen inne.

 
Als ehemalige stellvertretende Leiterin der Kardiologie für Diversität und gesundheitliche Chancengleichheit am MGH sowie Vizepräsidentin und Chief Physician Executive des Lee Health Heart Institute hatte Dr. Wood zudem wichtige nationale Führungspositionen innerhalb des American College of Cardiology inne, darunter die eines Kuratoriumsmitglieds, der Vorsitz im Verwaltungsrat sowie den Vorsitz in mehreren strategischen Ausschüssen.


Als gefragte Referentin, Lehrerin und Mentorin hat Dr. Wood Hunderte von Vorträgen im In- und Ausland gehalten und Generationen von Kardiologie-Stipendiatinnen und -Stipendiaten, Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern sowie zukünftigen Führungskräften in der kardiovaskulären Medizin ausgebildet. Ihre Arbeit treibt weiterhin Innovationen voran, fördert die Chancengleichheit und stärkt die Stimme und Karriere von Frauen in der kardiovaskulären Wissenschaft und Praxis.

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