Met-HEFT war Teil einer dänischen randomisierten, Placebo-kontrollierten verblindeten Herzinsuffizienz-Studie, in der in einem 2x2 Design Metformin und/oder ISDN Hydralazin bei HFrEF untersucht wurden. In Met-HEFT wurden 940 Patientinnen und Patienten mit HFrEF aus Dänemark zwischen 2018 und 2022 eingeschlossen, die zusätzlich zu einer LVEF ≤40 % noch eines der folgenden Kriterien aufweisen mussten: Typ 2 Diabetes mellitus (T2DM), Prädiabetes oder BMI ≥30 kg/m2. Der primäre kombinierte Endpunkt umfasste Gesamtmortalität, Herzinsuffizienz-Verschlechterung, Myokardinfarkt oder Schlaganfall nach einer mittleren Beobachtungszeit von 3,7 Jahren. Aufgrund von niedrigen Eventraten und langsamerem Einschluss als ursprünglich geplant, musste diese Investigator-initiierte Studie mit weniger Patientinnen und Patienten beendet werden, als geplant. Die Patientinnen und Patienten erhielten Metformin 2 x 1000 mg oder Placebo bzw. 2 x 500 mg Metformin bei einer GFR zwischen 35 und 60 ml/min/1,73 m2. Personen mit einer GFR <35 ml/min/1,73 m2 waren ausgeschlossen.
940 Patientinnen und Patienten waren im Median 70 Jahre alt, 16 % weiblich und 55 % hatten eine ischämische Kardiomyopathie. Die medikamentöse Vorbehandlung war sehr gut mit einem hohen Anteil von RAS-Inhibitoren, Beta-Blockern, MRA und SGLT2-Hemmern. Auffällig war, dass fast alle Teilnehmenden im NYHA-Stadium II waren, nur 5 % wiesen NYHA III/IV auf. Außerdem hatten nur 10 % der Patientinnen und Patienten einen manifesten T2DM.
Bei sehr gut vorbehandelten Patientinnen und Patienten mit HFrEF und T2DM, Prädiabetes oder BMI ≥30 reduzierte die zusätzliche Gabe von Metformin nicht den primären kombinierten Endpunkt (Gesamtmortalität, Herzinsuffizienz-Verschlechterung, Myokardinfarkt oder Schlaganfall) (HR 1,10; 95%KI [0,85-1,42], p=0,48) und auch keiner der einzelnen Komponenten wurde relevant beeinflusst.
Sekundäre Endpunkte waren Gesamtzahl der Events (erste und wiederholte), Gesamtmortalität und Herzinsuffizienzverschlechterung. Keiner dieser Endpunkte wurde signifikant oder im Trend beeinflusst durch Metformin-Behandlung.
T2DM und Prädiabetes sind bei Patientinnen und Patienten mit HFrEF mit einer schlechteren Prognose assoziiert. Nicht-randomisierte Beobachtungsstudien hatten nahegelegt, dass Metformin die Prognose bei Herzinsuffizienz verbessert. Basierend hierauf stellt Met-HeFT eine wichtige randomisierte Studie dar, um nachzuweisen, ob die zusätzliche Gabe von Metformin tatsächlich harte klinische Endpunkte bei HFrEF verbessert.
Bei sehr gut vorbehandelten Patientinnen und Patienten mit HFrEF und Typ 2 Diabetes mellitus, Prädiabetes oder BMI ≥30kg/m2 reduzierte die zusätzliche Gabe von Metformin nicht klinische Endpunkte wie Gesamtmortalität, Herzinsuffizienz-Verschlechterung, Myokardinfarkt oder Schlaganfall. Somit muss zusammengefasst werden, dass sich keine generelle Indikation für Metformin bei HFrEF ergibt, auch nicht bei vorliegendem Prädiabetes. Leider waren nur sehr wenige Patientinnen und Patienten mit manifestem T2DM in Met-HeFT eingeschlossen. Es muss jedoch konstatiert werden, dass Metformin sicher ist, und bei Patientinnen und Patienten mit T2DM weitergeführt werden kann, auch wenn eine HFrEF diagnostiziert wird.
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