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Erkenntnisse aus aktuellen LAAO-Studien

CLOSURE-AF: Im Interview erläutert Studienleiter Prof. Ulf Landmesser (Deutsches Herzzentrum der Charité, Berlin) die unerwarteten Ergebnisse der Studie, die den Verschluss des linken Vorhofohrs (LAAO) gegenüber der medikamentösen Standardversorgung (inkl. DOAK) bei Personen mit Vorhofflimmern und hohem Schlaganfall- und/oder Blutungsrisiko untersuchte und ordnet diese ein – auch im Vergleich zu CHAMPION-AF. 

Von:

Romy Martínez

HERZMEDIZIN-Redaktion

 

 

01.06.2026

Bildquelle (Bild oben): Inkoly / Shutterstock.com

Take-aways

  • Die randomisierte, DZHK-geförderte Studie CLOSURE-AF untersuchte die Nicht-Unterlegenheit des kathetergestützten Verschlusses des linken Vorhofohrs (LAAO) gegenüber der medikamentösen Standardversorgung (inkl. DOAK) bei Personen mit Vorhofflimmern und hohem Schlaganfall- und/oder Blutungsrisiko. 
  • Überaschenderweise erreichte die LAAO-Strategie nicht die Nicht-Unterlegenheit gegenüber der medikamentösen Therapie. 
  • Dagegen wurde in der CHAMPION-AF-Studie die Nicht-Unterlegenheit von LAAO gegenüber DOAK nachgewiesen.
  • Vermutlich hatte die Patientenselektion Einfluss auf die abweichenden Ergebnisse von CLOSURE-AF und CHAMPION-AF: Patientinnen und Patienten von CLOSURE-AF waren älter und wiesen ein erhöhtes periprozedurales Risiko auf.
  • Zukünftiger Fokus liegt auf der Sicherheit und geeigneten Patientengruppen. Weitere Analysen und Studien sollen klären, wer tatsächlich durch LAAO profitiert und ob eine Kombination aus Antikoagulation und LAAO bei bestimmten Hochrisikopatientinnen und -patienten sinnvoll sein könnte.

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