Krankenhausgang mit Personen Krankenhausgang mit Personen

ICU matters: Nierenersatzverfahren in der Intensivmedizin (2/4)

Wie kann moderne kardiovaskuläre Intensivmedizin aussehen? Im Video-Format „ICU matters“ werden Fragen und Unsicherheiten adressiert sowie wissenschaftliche Neuerungen in den Kontext moderner Behandlungen gestellt – für ein klares Bild der kardiologischen Sicht auf die Intensivmedizin, konzipiert als Unterstützung für Kolleginnen und Kollegen, die vor ihrer ersten Intensivrotation stehen. 
 
In der zweiten Folge des Themenblocks zum Nierenersatzverfahren in der Intensivmedizin spricht PD Dr. Alexander Dietl (Universitätsklinikum Regensburg) zum Vergleich kontinuierlicher und intermittierender Nierenersatzverfahren.

 

Jetzt Folge 2 ansehen (Dauer: 10 Minuten).

 

„ICU matters“ ist ein Format von Mitgliedern der Arbeitsgruppe „Kardiovaskuläre Intensivmedizin“ (AG 3) in der Rubrik Intensiv- und Notfallmedizin. In vier Folgen werden jeweils verschiedene Aspekte eines intensivmedizinischen Themas behandelt.

Von: 

Dr. med. univ. Saskia Stegmüller

SLK-Kliniken Heilbronn

 

05.08.2026

Bildquelle (Bild oben): hxdbzxy / Shutterstock.com

Take-aways

  • Für die Nierenersatztherapie auf der Intensivstation dient der Shaldon-Katheter als Standardzugang, wobei die Vena jugularis interna aufgrund des geringeren Stenoserisikos der Vena subclavia und aufgrund des geringeren Infektionsrisikos der Vena femoralis bevorzugt wird.

  • Chronische Dialysezugänge wie getunnelte Katheter oder Shunts können mitgenutzt werden, sofern sie nicht als potenzielle Infektionsquelle infrage kommen.

  • Bezüglich der Verfahrenswahl zeigen Studien zwar keinen Unterschied bei Mortalität oder Nierenfunktion zwischen kontinuierlichen und intermittierenden Ansätzen, doch kontinuierliche Verfahren oder die SLED (Slow Low Efficiency Dialysis) stabilisieren den Blutdruck hämodynamisch instabiler Patientinnen und Patienten deutlich besser.

  • Physikalisch beruht die Hämodialyse auf Stoffentfernung per Diffusion im Gegenstromprinzip, während die Hämofiltration als konvektives Verfahren auf den Entzug von Wasser sowie gelösten Substanzen abzielt.

  • Moderne Intensivstationen nutzen meist die kombinierte Hämodiafiltration, wobei die endgültige Therapiewahl oft von der vorhandenen Infrastruktur und der Routine des Teams abhängt, da eine gezielte Elimination inflammatorischer Mediatoren bei Sepsis durch reine Filtration keinen klaren klinischen Vorteil bewiesen hat.

     

     

Weitere Folgen der Videoreihe „Nierenersatzverfahren in der Intensivmedizin“:  

 

 

Alle Folgen auf der Übersichtsseite „ICU matters“

 

 

Zur Übersichtsseite der Rubrik Intensiv- und Notfallmedizin

 

Zur Übersichtsseite der Arbeitsgruppe Kardiovaskuläre Intensivmedizin (AG 3)

Das könnte Sie auch interessieren

Young Cardiology | Notfallsituation in den ersten Diensten: „Synkope“ mit Dr. V. Maslova. Dauer: 10 Minuten.

Young Cardiology | Themen der kardiovaskulären Intensivmedizin: Nierenersatzverfahren. Folge 1 mit PD Dr. A. Dietl. Moderation: Dr. med. univ. S. Stegmüller.

Young Cardiology | Themen der kardiovaskulären Intensivmedizin: Folge 4 zur ARDS mit Prof. T. Wengenmayer. Moderiert von PD Dr. A. Freund.