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ICU matters: Nierenersatzverfahren in der Intensivmedizin (4/4)

Wie kann moderne kardiovaskuläre Intensivmedizin aussehen? Im Video-Format „ICU matters“ werden Fragen und Unsicherheiten adressiert sowie wissenschaftliche Neuerungen in den Kontext moderner Behandlungen gestellt – für ein klares Bild der kardiologischen Sicht auf die Intensivmedizin, konzipiert als Unterstützung für Kolleginnen und Kollegen, die vor ihrer ersten Intensivrotation stehen. 
 
In der vierten Folge des Themenblocks zum Nierenersatzverfahren in der Intensivmedizin spricht Prof. Florian Custodis (Klinikum Saarbrücken) zu intermittierenden Nierenersatzverfahren.

 

Jetzt Folge 4 ansehen (Dauer: 13 Minuten).

 

„ICU matters“ ist ein Format von Mitgliedern der Arbeitsgruppe „Kardiovaskuläre Intensivmedizin“ (AG 3) in der Rubrik Intensiv- und Notfallmedizin. In vier Folgen werden jeweils verschiedene Aspekte eines intensivmedizinischen Themas behandelt.

Von: 

Dr. med. univ. Saskia Stegmüller

SLK-Kliniken Heilbronn

 

02.09.2026

Bildquelle (Bild oben): hxdbzxy / Shutterstock.com

Take-aways

  • Eine intermittierende Hämodialyse eignet sich auf der Intensivstation vor allem für hämodynamisch stabile Patientinnen und Patienten (ohne/mit geringem Katecholaminbedarf), für chronisch Dialysepflichtige sowie für Notfälle, die eine rasche Clearance erfordern (z. B. schwere Hyperkaliämie oder Lithiumintoxikation).

  • Um Blutdruckabfälle und Komplikationen wie ein Dialyse-Disequilibrium-Syndrom (durch zu schnelles Absenken von zerebral osmotisch wirksamen Substanzen wie Harnstoff) zu vermeiden, sollte die Erstbehandlung mit niedrigem Blut- und Dialysatfluss gestartet und langsam gesteigert werden.

  • Aufgrund veränderter Verteilungsvolumina und der Elimination durch den Filter ist ein substanzspezifisches Therapeutisches Drug Monitoring (TDM) essenziell. Bei intermittierender Dialyse sollten Antibiotika vorzugsweise direkt nach der Dialyse gegeben werden.

  • Elektrolyte (insbesondere Kalium und Natrium) müssen engmaschig überwacht werden. Zu beachten sind Rebound-Effekte nach Behandlungsende, die Gefahr von Arrhythmien (besonders bei Patientinnen und Patienten unter Digitalis-Therapie) sowie das Risiko zerebraler Komplikationen bei zu raschem Ausgleich von Natriumstörungen.

  • Die Festlegung der Entzugsrate basiert auf einer klinischen und sonografischen Beurteilung. Sie muss individuell an die Belastbarkeit der Betroffenen und ihre Hämodynamik angepasst werden, um das angestrebte Bilanzziel sicher zu erreichen.

Weitere Folgen der Videoreihe „Nierenersatzverfahren in der Intensivmedizin“:  

 

 

Alle Folgen auf der Übersichtsseite „ICU matters“

 

 

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