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Frauenherzen: Geschlechtsspezifische Risikofaktoren in der Kardiologie erkennen

DGK Herztage 2026 | Schwangerschaftskomplikationen, frühe Menopause und Autoimmunerkrankungen können wichtige Hinweise auf das individuelle kardiovaskuläre Risiko geben. Im Interview mit Dr. Victoria Johnson (Frankfurt) erläutert Prof. Caroline Lerchenmüller (Zürich), warum geschlechtersensible Anamnese, spezialisierte Frauen-Herz-Ambulanzen und interdisziplinäre Zusammenarbeit für eine gezielte Prävention und Versorgung wichtig sind.

 

(Dauer: 10 Minuten)

Von:

Romy Martínez

HERZMEDIZIN-Redaktion

 

21.10.2025

 

Bildquelle (Bild oben): Sina Ettmer Photography / Shutterstock.com

Take-aways

  • Geschlechterspezifische Aspekte stärker berücksichtigen: Datenlücken und die Unterrepräsentation von Frauen in klinischen und präklinischen Studien erschweren eine evidenzbasierte, geschlechtersensible kardiovaskuläre Versorgung.

  • Spezialisierte Ambulanzen bündeln Expertise: Frauen-Herz-Ambulanzen ermöglichen eine gezielte Betreuung bei geschlechtsspezifischen Fragestellungen und schaffen Strukturen für klinische Erfahrung und Forschung.

  • Schwangerschaftskomplikationen als Risikomarker nutzen: Präeklampsie, Eklampsie und HELLP-Syndrom sind mit einem erhöhten späteren kardiovaskulären Risiko verbunden. Die Vorgeschichte sollte daher bei der Risikobewertung berücksichtigt werden.

  • Reproduktive Lebensphasen in die Anamnese einbeziehen: Menarche, vorzeitige Menopause und Schwangerschaftskomplikationen können wichtige Hinweise auf das individuelle CVD-Risiko geben. Auch das Vorliegen von Autoimmunerkrankungen sollte erfragt werden.

  • Interdisziplinäre Zusammenarbeit und individuelle Betreuung stärken: Die Kooperation zwischen Kardiologie, Geburtshilfe und spezialisierten Zentren erleichtert den Wissensaustausch und ermöglicht eine langfristige, individuell abgestimmte Versorgung.

Zu den Übersichtsseiten DGK Herztage 2026 und Women in Cardiology

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