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Chancengerechtigkeit in der Kardiologie: Karrierewege transparenter gestalten

DGK Herztage 2026 | Wie steht es um die Chancengerechtigkeit in der deutschen Kardiologie? Eine DGK-Mitgliederbefragung zeigt, dass Frauen in höheren Karrierepositionen deutlich unterrepräsentiert sind. Die Sprecherin der Sektion Chancengleicheit der DGK, Prof. Caroline Morbach (Würzburg), erläutert im Interview mit Dr. Nina Wunderlich (Langen) zentrale Ergebnisse und zeigt auf, wo transparente Karrierewege, familiengerechte Weiterbildung und gezielte Förderangebote ansetzen können.

 

(Dauer: 10 Minuten)

Von:

Romy Martínez

HERZMEDIZIN-Redaktion

 

21.10.2025

 

Bildquelle (Bild oben): Sina Ettmer Photography / Shutterstock.com

Take-aways

  • Frauen sind in höheren Karrierepositionen unterrepräsentiert: Während ihr Anteil in frühen Karrierephasen vergleichsweise hoch ist, sinkt er mit zunehmender Karrierestufe.

  • Transparente Karrierewege schaffen bessere Voraussetzungen: Klare Kriterien für Rotationen, Qualifizierungsstufen und weitere Karriereschritte können dazu beitragen, Hürden abzubauen und Entwicklungsmöglichkeiten nachvollziehbarer zu machen.

  • Diskriminierung und sexuelle Belästigung müssen aktiv angegangen werden: Die Mitgliederbefragung zeigt, dass beide Phänomene in der Kardiologie vorkommen und Frauen stärker betreffen. Öffentliche Diskussion, klare Positionierung und konkrete Maßnahmen sind wichtige Ansatzpunkte.

  • Weiterbildung muss unterschiedliche Lebensphasen berücksichtigen: Strukturierte Konzepte für Schwangerschaft, Stillzeit, Teilzeit und berufliche Auszeiten können helfen, die Facharztweiterbildung und insbesondere die interventionelle Ausbildung kontinuierlich fortzusetzen. Auch gezielte Förderangebote für den Wiedereinstieg sind wichtig.

  • Chancengerechtigkeit braucht gemeinsames Engagement: Die DGK-Sektion „Chancengerechtigkeit in der Kardiologie“ bündelt Aktivitäten und entwickelt weitere Maßnahmen. Fokusgruppen sollen zentrale Themen vertiefen und Interessierte können sich in der Sektion und bei der Erarbeitung konkreter Konzepte einbringen.

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