Autoren
Andreas Rillig · Thomas Deneke · Arash Arya · Micaela Ebert · Claudius Hansen · Arian Sultan · Lars Eckardt*
* Für die Kommission für Klinische Praxis und Leitlinien
Zusammenfassung
Die Katheterablation ventrikulärer Arrhythmien (VA) hat sich als zentrales
Therapieverfahren im Rhythmusmanagement etabliert. Das vorliegende Update
der 2021 DGK Empfehlungen zur Katheterablation von VA fasst die wesentlichen
aktuellen Empfehlungen zusammen und berücksichtigt die internationalen
Leitlinien. VA-Ablationen bei zugrunde liegender struktureller Herzerkrankung sind
komplexe Eingriffe und erfordern ein erfahrenes, interdisziplinäres Team sowie
ein strukturiertes Management potenzieller Komplikationen. Bei Patienten mit
ischämischer Kardiomyopathie und rezidivierenden anhaltenden monomorphen
Kammertachykardien (VT) ist die primäre Katheterablation einer antiarrhythmischen
Medikation hinsichtlich der Reduktion von Rezidiven überlegen und daher empfohlen.
Bei symptomatischen idiopathischen VT aus dem rechtsventrikulären Ausflusstrakt
sowie bei VA-bedingter Einschränkung der linksventrikulären Ejektionsfraktion oder
des biventrikulären Stimulationsanteils wird die Katheterablation zudem unabhängig
von der Symptomatik als Primärtherapie empfohlen. Für Zentren, die Ablationen
von VA bei struktureller Herzerkrankung durchführen, werden u. a. die Möglichkeit
der Intensivüberwachung und einer nichtmedikamentösen hämodynamischen
Unterstützung, Expertise mit implantierten kardialen aktiven Devices und die
Durchführung von mindestens 50 VT-Ablationen pro Jahr sowie standardisierte
Prozesse im Umgang mit Komplikationen gefordert. Für epikardiale VT-Ablationen wird
vor dem Hintergrund internationaler Empfehlungen und des Komplikationsspektrums
die Bindung an das Vorhandensein einer herzchirurgischen Abteilung befürwortet.
Literaturnachweis
Rillig, A., Deneke, T., Arya, A. et al.
Katheterablation ventrikulärer Tachykardien – DGK-Empfehlung.
Kardiologie (2026) https://doi.org/10.1007/s12181-026-00838-z