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TAVI bei Personen mit LVAD

TCT Congress 2026 | JENA-VAD: In der prospektiven multizentrischen Studie wurde die Wirksamkeit und Sicherheit der TAVI (JenaValve) bei Personen mit hochgradiger Aortenklappeninsuffizienz und linksventrikulärem Assist Device (LVAD) untersucht. Prof. Thorsten P. Vahl (Columbia University, New York) stellte die Daten vor.1


Prof. Tanja Rudolph (Herz- und Diabeteszentrum NRW, Bad Oeynhausen) berichtet und kommentiert.

Von:

Prof. Tanja Rudolph

Rubrikleiterin Strukturelle Herzerkrankungen

 

 

04.11.2026

Bildquelle (Bild oben): Chris LaBasco / Shutterstock.com

Hintergrund

Eine klinisch relevante Aortenklappeninsuffizienz (AI) tritt bei Patientinnen und Patienten mit linksventrikulärem Assist Device (LVAD) in 30 % der Fälle auf und führt zu klinischen Beschwerden und einem schlechteren Outcome. In einem 2025 publiziertem multizentrischen Register konnte an einer Kohorte von 17 Personen bereits gezeigt werden, dass die für AI-zugelassenen JenaValve Prothese Trilogy mit hoher Effektivität und Sicherheit in diesem Patientenkollektiv eingesetzt werden kann. In der prospektiven multizentrischen JENA-VAD-Studie konnte dies nun an einer größeren Patientengruppe (n=50) bestätigt werden.

Ergebnisse

Die untersuchten Patientinnen und Patienten waren im Schnitt 69 Jahre, 40 % waren weiblich. Alle waren mit Dyspnoe NYHA III-IV hochsymptomatisch. Die mittlere LV-Funktion lag bei 28 %, 76 % der Teilnehmenden hatten eine moderate bis schwere bzw. schwere AI.


Der technische Erfolg der TAVI-Prozedur war 96 %. Bei 2 Personen trat eine Gefäßkomplikation auf, die interventionell behandelt werden konnte. Eine Embolisation/Migration oder eine Konversion zu AKE wurde nicht beobachtet. Innerhalb der ersten 30 Tage zeigte sich eine hohe Sicherheit der Prozedur ohne das Auftreten von Todesfällen oder Schlaganfallereignissen bei diesem Hochrisiko-Kollektiv. Entsprechend dem KCCQ-Score kam es nach einem Monat bei 22 Personen zu einer signifikanten Verbesserung der klinischen Symptomatik.


Bei 11 Personen wurde in der routinemäßig durchgeführten CT-Untersuchung nach 30 Tagen ein HALT (hypoattenuierte Segelverdickung) der Prothese festgestellt. 2 dieser Personen waren klinisch symptomatisch mit einer TIA bzw. einer akuten AI.

Fazit und Kommentar

Die JENA-VAD-Studie bestätigt die hohe Effektivität und Sicherheit der Behandlung einer relevanten AI bei LVAD-Patientinnen und -Patienten mit der einzig in Europa zur AI-Behandlung zugelassenen TAVI-Prothese (Trilogy, JenaValve). Somit eröffnet sich für dieses komplexe Patientenkollektiv mit hoher Last an Komorbiditäten und einem hohen operativen Risiko eine sehr gute Behandlungsoption.

Zur Person

Prof. Tanja Rudolph

Prof. Tanja Rudolph ist als Oberärztin und Leiterin der Interventionellen Kardiologie in der Klinik für Allgemeine und Interventionelle Kardiologie/Angiologie des Herz- und Diabeteszentrums NRW, Universitätsklinik der Ruhr-Universität Bochum, in Bad Oeynhausen tätig. Ihre fachlichen Zusatzqualifikationen (DGK) erwarb sie in den Bereichen der Interventionellen Kardiologie und Herzinsuffizienz.
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Key Facts der Studie

Untersuchung der Wirksamkeit und Sicherheit der TAVI (JenaValve Prothese Trilogy) bei Personen mit hochgradiger Aortenklappeninsuffizienz und LVAD.

Der technische Erfolg der TAVI-Prozedur war 96 % und innerhalb der ersten 30 Tage zeigte sich eine hohe Sicherheit der Prozedur ohne das Auftreten von Todesfällen oder Schlaganfallereignissen bei diesem Hochrisiko-Kollektiv.

Für dieses komplexe Patientenkollektiv mit hoher Last an Komorbiditäten und einem hohen operativen Risiko eröffnet sich mit der einzig in Europa zur AI-Behandlung zugelassenen TAVI-Prothese (Trilogy, JenaValve) bei LVAD eine sehr gute Behandlungsoption.

Referenzen

  1. Vahl T. P. Transcatheter Aortic Valve Replacement with the JenaValve Trilogy System for Aortic Regurgitation in Patients with a Left Ventricular Assist Device: The JENA-VAD Study. LBCT: Session III, in Collaboration with the JACC, 03.11.2026, San Diego, TCT 2026

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