Der Transkatheter-Verschluss eines persistierenden Foramen ovale (PFO) mit Doppel-Scheiben-Occludern ist heute der evidenzbasierte Standard zur Sekundärprophylaxe der paradoxen Embolie. Die Durchführung der Prozedur erfolgt heute in den meisten Zentren TEE-gesteuert in tiefer Sedation. Der Vorteil dieser patientenbelastenden, kostenintensiven Bildgebung ist im Vergleich zum fluoroskopisch-angiographischen Vorgehen bisher nicht gesichert.
In einer monozentrischen, retrospektiven, biphasischen Kohorten-Studie mit insgesamt 180 Patientinnen und Patienten wurden die Akut- und Langzeitergebnisse nach TEE-geführtem PFO-Verschluss (TEE, n=65) versus fluoroskopisch/angiographisch-geführtem PFO-Verschluss (Angio, n=115) untersucht. Alle Patientinnen und Patienten wurden nach 6 Wochen und 6 Monaten nach der Implantation mittels Kontrast-TEE untersucht.
Primärer kombinierter Endpunkt der Studie war die komplette Dichtigkeit des Occluders im Kontrast-TEE , keine Thrombenauflagerung auf dem Occluder, keine klinischen Ereignisse wie TIA/Stroke oder Tod. Sekundäre Endpunkte waren die technische Erfolgsrate einschliesslich Untersuchungszeit, Durchleuchtungszeit, Kontrastmittelmenge.
Die Akutergebnisse zwischen TEE und Angiographie waren mit prozeduralen Erfolgsraten von 98,0 % vs. 99 % nicht signifikant unterschiedlich (p=0,8), die mediane Prozedurzeit war signifikant höher mit 43,5 min vs. 26,0 min (p<0,001) unter TEE. Das mediane Dosisflächenprodukt und die mediane Kontrastmittelmenge waren jeweils mit 746 vs. 1.354 cGy·cm² (p<0,001) und 20 ml vs. 100 ml (p<0,001) unter TEE signifikant niedriger. Der primäre Endpunkt war in beiden Gruppen mit 92,8 % (TEE) vs. 95,0 % (Angio) nicht signifikant unterschiedlich.
Der fluoroskopisch-angiographisch geführte Transkatheter-PFO-Verschluss ist dem TEE-geführten nicht unterlegen, sonder vereinfacht und verschlankt die Prozedur und sollte daher präferiert werden.
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