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ICU matters: OHCA (2/4)

Wie kann moderne kardiovaskuläre Intensivmedizin aussehen? Im Video-Format „ICU matters“ werden Fragen und Unsicherheiten adressiert sowie wissenschaftliche Neuerungen in den Kontext moderner Behandlungen gestellt – für ein klares Bild der kardiologischen Sicht auf die Intensivmedizin, konzipiert als Unterstützung für Kolleginnen und Kollegen, die vor ihrer ersten Intensivrotation stehen. 
 
In der zweiten Folge des Themenblocks zum Out-of-Hospital Cardiac Arrest (außerklinischer Herzstillstand) spricht PD Dr. Benedikt Schrage (Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf) zum Ablauf der eCPR.

 

Jetzt Folge 2 ansehen (Dauer: 17 Minuten).

 

„ICU matters“ ist ein Format von Mitgliedern der Arbeitsgruppe „Kardiovaskuläre Intensivmedizin“ (AG 3) in der Rubrik Intensiv- und Notfallmedizin. In vier Folgen werden jeweils verschiedene Aspekte eines intensivmedizinischen Themas behandelt.

Von: 

PD Dr. Anselm Derda

Medizinsche Hochschule Hannover

 

30.09.2026

Bildquelle (Bild oben): hxdbzxy / Shutterstock.com

Take-aways

  • Für eine erfolgreiche ECPR-Versorgung sind vorab definierte Selektionskriterien, Alarmierungswege, Verantwortlichkeiten und eine enge Abstimmung mit dem Rettungsdienst entscheidend. Ohne etablierte Strukturen lassen sich die notwendigen Zeiten kaum erreichen.

  • Betroffene Patientinnen und Patienten sollten idealerweise nach etwa 40–45 Minuten im ECPR-Zentrum eintreffen, damit innerhalb von ungefähr 60 Minuten nach Kreislaufstillstand eine extrakorporale Zirkulation etabliert werden kann.

  • Unnötige Maßnahmen vor der Kanülierung sollten vermieden werden. Gleichzeitig sind ultraschallgesteuerte Gefäßpunktion und bei Bedarf Durchleuchtung sinnvoll, weil schwere Gefäß- und Kanülierungskomplikationen den Zeitgewinn einer „blinden“ schnellen Punktion zunichtemachen können.

  • Zur Verminderung von Komplikationen und Verbesserung der Behandlung sollte früh an Extremitätenischämie und antegrade Beinperfusion, Blutungs-/Reanimationskomplikationen sowie eine etwaige Hypoxämie (Harlekin-Syndrom) gedacht werden. Die Oxygenierung des oberen Körperkreislaufs sollte gezielt überwacht werden, z. B. rechtsradial und mittels zerebralem NIRS.

  • Ein erfolgreiches Programm besteht nicht nur aus der Person, sondern aus einem großem Team. Rettungsdienst, Herzkatheterteam, Kardiotechnik, Intensivmedizin, Pflege, Atem- und Physiotherapie sollten als eingespielte Versorgungskette funktionieren. Sporadische ECPR-Fälle ohne entsprechende Struktur und Fallzahl sind daher wenig sinnvoll; die Versorgung sollte möglichst gebündelt werden.

Weitere Folgen der Videoreihe „OHCA“:

 

 

Alle Folgen auf der Übersichtsseite „ICU matters“

 

 

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