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Nutzen der PVI bei VHF – mehr als nur Placebo?

ESC Congress 2026 | PVI-SHAM-AF: Prof. Rolf Wachter (Universitätsklinikum Leipzig) stellte die Daten der randomisierten Studie vor, in der 260 Personen mit VHF und PVI-Indikation entweder eine PVI oder Schein-Intervention erhielten.

Von:

Romy Martínez

HERZMEDIZIN-Redaktion

 

 

01.09.2026

Bildquelle (Bild oben): Sergii Figurnyi / Shutterstock.com

Key Facts der Studie

PVI-SHAM-AF sollte überprüfen, ob die Verbesserungen der Lebensqualität auf die PVI oder auf Placebo-Effekte zurückzuführen sind. Insgesamt erhielten 260 Personen mit VHF und PVI-Indikation aus 9 Zentren in Deutschland und Polen randomisiert eine PVI oder eine Schein-Intervention (Sham).

Für den primären Endpunkt, die Verbesserung der Lebensqualität nach 6 Monaten, zeigte sich keine Überlegenheit der PVI gegenüber der Scheinprozedur einschließlich Elektrokardioversion. Allerdings ergaben sich Vorteile der PVI gegenüber Sham hinsichtlich der Freiheit von VHF-Rezidiven und der VHF-Last nach 6 Monaten.

PVI-SHAM-AF liefert damit kein Argument gegen die Katheterablation als Verfahren zur Rhythmuskontrolle, wohl aber einen wichtigen Hinweis darauf, dass ein Teil des kurzfristigen Symptom- und Lebensqualitätsgewinns nach Ablation auf unspezifische Effekte einer intensiv betreuten, invasiven Behandlungsepisode zurückgehen könnte – nicht allein auf die PVI selbst.

Referenzen

  1. Wachter J. Pulmonary Vein Isolation versus SHAM in AF. Hot Line 8; 30.08. München, ESC 2026.

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