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Studien kompakt: Vorschau auf die Highlights des ESC 2026

ESC Congress 2026 | Vom 28.08. bis zum 31.08. findet der ESC-Kongress 2026 in München statt. In 12 Hot Line Sessions werden 28 neue Studien präsentiert. Darüber hinaus gibt es zahlreiche weitere Highlights in 30 Late-Breaking Sessions. Außerdem werden 4 neue ESC-Guidelines vorgestellt. Darauf können Sie sich freuen – hier ist ein Überblick der Top-Studien.

Von:

Dr. Heidi Schörken

HERZMEDIZIN-Redaktion

 

19.08.2026

Bildquelle (Bild oben): Sergii Figurnyi / Shutterstock.com

Hot Line 1: SINGLE-AF, CARDIO-TTRansform und ACACIA-HCM

SINGLE-AF: Antikoagulation bei VHF und mittlerem Schlaganfallrisiko?

Laut den aktuellen ESC-Leitlinien kann die orale Antikoagulation (OAK) bei Vorhofflimmern (VHF) und mittlerem Schlaganfallrisiko (CHA2DS2-VASc Score 1 bei Männern oder 2 bei Frauen) erwogen werden (Klasse-IIa-Empfehlung).1 Neue Evidenz soll jetzt die Investigator-initiierte Studie SINGLE-AF aus Südkorea mit 1.803 Personen liefern, die randomisiert über 2 Jahre Apixaban bzw. Rivaroxaban oder keine OAK erhielten. Primärer Endpunkt war der Komposit aus Schlaganfall, Embolien, schweren Blutungen und kardiovaskulärem (CV) Tod. Die Daten könnten eine evidenzbasierte Entscheidung für oder gegen die OAK in diesem Kollektiv ermöglichen.

CARDIO-TTRansform: Eplontersen verfehlt primären Endpunkt

Das Antisense-Oligonukleotid Eplontersen inhibiert die hepatische Transthyretin (TTR)-Synthese. In der bisher größten Studie zu ATTR-CM (ATTR-Amyloidose mit Kardiomyopathie), CARDIO-TTRansform, erhielten mehr als 1.400 Patientinnen und Patienten Eplontersen (s.c., q4w) oder Placebo als Add-On zur Standardtherapie. Laut den zuvor präsentierten Baseline-Charakteristika handelte es sich um eine Real-World-Kohorte, die ein breites Krankheitsspektrum abdeckt. Der kombinierte primäre Endpunkt aus CV-Mortalität und -Ereignissen über 140 Wochen wurde allerdings nicht erreicht. Dennoch zeigten sich Vorteile für die Eplontersen-Monotherapie in einer zuvor präspezifizierten Subgruppe und auch in der Gesamtpopulation fielen die sekundären Endpunkte zugunsten von Eplontersen aus.2

ACACIA-HCM: Wirksamkeit von Aficamten bei HCM

Der selektive kardiale Myosininhibitor Aficamten wurde in diesem Jahr zur Behandlung der hypertrophen obstruktiven Kardiomyopathie (HOCM) zugelassen – basierend auf der Phase-3-Studie SEQUOIA-HCM. Aber auch bei nicht-obstruktiver hypertropher Kardiomyopathie (HCM) ist Aficamten wirksam – das zeigten die vorab veröffentlichten Daten von ACACIA-HCM: Aficamten erreichte bei 516 Personen mit HCM die beiden primären Endpunkte über 36 Wochen, definiert als signifikante Verbesserungen des subjektiven Gesundheitszustands (KCCQ-CSS) und der maximalen Belastbarkeit (Peak VO2).3 Somit könnte zukünftig mit der Zulassungserweiterung von Aficamten für HCM zu rechnen sein.

SINGLE-AF, CARDIO-TTRansform und ACACIA-HCM werden in der Session Hot Line 1 am Freitag, dem 28.08.2026, vorgestellt.

Hot Line 2: STAREE, AMUNDSEN, ENRICH-AF und TRANQUILITY

STAREE: Profitieren Ältere von einer Primärprävention mit Statinen?

Neue Erkenntnisse zu den altbekannten Statinen soll die große australische Studie STAREE liefern. Im Fokus steht die Frage, ob der Nutzen einer Primärprävention mit Statinen gegenüber den Risiken einer Multimedikation bei älteren gesunden Menschen überwiegt. Fast 10.000 Frauen und Männer (≥70 Jahre alt) ohne CVD, Diabetes oder Demenz erhielten Atorvastatin oder Placebo über eine mittlere Dauer von 6 Jahren. Zu den primären Endpunkten gehörten neben MACE-Ereignissen (MAjor Cardiovascular Events) auch das Überleben ohne Demenz oder körperliche Behinderungen. Eine aktuelle Studie (SAGA/SITE), die das Absetzen von Statinen bei mehr als 1.000 älteren Personen mit Atherosklerose (≥75 Jahre) untersuchte, fand keinen Unterschied für die Gesamtmortalität über 3 Jahre.4 Ob die Einnahme von Statinen das krankheitsfreie Überleben von gesunden Menschen verlängern kann, bleibt spannend. 

AMUNDSEN: Frühe intensive LDL-C-Senkung nach Myokardinfarkt

In der europäischen Real-World-Studie AMUNDSEN mit deutscher Beteiligung erhielten über 2.000 Personen mit akutem Myokardinfarkt (ACS) entweder Evolocumab oder Placebo vor der PCI. Primärer Endpunkt war neben der LDL-C-Senkung auch der Komposit aus Gesamtmortalität und CV-Hospitalisierungen nach 12 Monaten. Die frühe Einleitung der PCSK9-Hemmung nach akutem Myokardinfarkt könnte bestenfalls nicht nur die Lipidkontrolle beschleunigen, sondern auch klinische Ereignisse reduzieren.

ENRICH-AF: Antikoagulation bei VHF nach intrakranieller Blutung?

Mit einem besonders schwierigen klinischen Dilemma befasst sich die internationale Studie ENRICH-AF, an der 14 deutsche Zentren teilnahmen: Sollen Personen mit VHF, die eine Hirnblutung überlebt haben, antikoaguliert werden? Fast 1.000 Personen aus Stroke-Units in Süd- und Nordamerika, Europa und Asien erhielten Edoxaban (30 mg oder 60 mg tgl.) oder keine Antikoagulation. Der beiden primären Endpunkte umfassten Schlaganfälle oder systemische Embolien sowie schwere Blutungen bis zum Studienende. Die ereignisgesteuerte Studie wurde beendet, sobald 123 Schlaganfälle aufgetreten waren (voraussichtlich etwa 12 Monate nach Rekrutierung). Diese Ergebnisse werden richtungsweisend für die klinische Praxis sein – gleichermaßen für Neurologie und Kardiologie. 

TRANQUILITY: Hat die IL-6-Inhibition noch Zukunft für die Prävention?

Das proinflammatorische Zytokin IL-6 ist ein wesentlicher Treiber des kardiovaskulären Risikos. Daher stellt die IL-6-Inhibition ein vielversprechendes Target für die Prävention dar. Die Proof-of-Concept-Studie TRANQUILITY untersuchte die Senkung der hsCRP-Spiegel durch den IL-6-Antikörper TOUR006 (ehemals Pacibekitug) in unterschiedlichen Dosierungen bei Personen mit chronischer Nierenerkrankung (CKD). Allerdings wurden die Hoffungen für diesen Therapieansatz gerade gedämpft: Denn in der großen Phase-3-Studie ZEUS enttäuschte der IL-6-Antikörper Ziltivekimab. Bei mehr als 6.000 Personen mit ASCVD und CKD senkte Ziltivekimab zwar die Entzündungsmarker, IL-6 und hsCRP, aber nicht das MACE-Risiko. Dennoch werden die beiden noch laufenden Phase-3-Studien zu Ziltivekimab, HERMES (Herzinsuffizienz) und ARTEMIS (akuter Myokardinfarkt), weiter fortgesetzt.5

STAREE, AMUNDSEN, ENRICH-AF und TRANQUILITY werden in der Session Hot Line 2 am Samstag, dem 29.08.2026, vorgestellt.

Hot Line 3: LIBREXIA-ACS, PREMIUM und EPIDAURUS

LIBREXIA-ACS: Ernüchterung für Milvexian nach Myokardinfarkt

Einen herben Rückschlag gab es auch für den Faktor-XIa-Hemmer Milvexian in der großen Phase-3-Studie LIBREXIA-ACS: Die Studie wurde letztes Jahr vorzeitig abgebrochen, da der primäre Endpunkt laut Interimsanalyse nicht erreichbar war. Untersucht wurde Milvexian vs. Placebo als Add-On zur DAPT-Standardtherapie nach PCI bei rund 14.000 Personen mit ACS. Primärer Endpunkt waren MACE (kardiovaskulärer Tod, Myokardinfarkt und Schlaganfall). Da keine neuen Sicherheitsbedenken identifiziert wurden, laufen die beiden Studien LIBREXIA-AF und LIBREXIA-STROKE weiter.6 Trotz Studienabbruch bleibt das Interesse groß – denn es geht um nicht weniger als die wichtige Frage, welche Bedeutung die Faktor-XIa-Hemmung zukünftig in der antithrombotischen Therapie haben wird.

PREMIUM: Prasugrel-Monotherapie vs. DAPT über 12 Monate

In der Studie STOPDAPT-2 war die Clopidogrel-Monotherapie nach einmonatiger DAPT zwar überlegen gegenüber der DAPT über 12 Monate für den kombinierten primären Endpunkt (CV-Tod, Myokardinfarkt, Schlaganfall, Stentthrombose und schwere Blutungen), aber die Anzahl der Myokardinfarkte war erhöht.7 Clopidogrel hat im Vergleich zu Prasugrel eine geringere und interindividuell stärker variierende Wirksamkeit. Auch eine aktuelle Metaanalyse weist auf ein günstigeres Nutzen-Risiko-Profil von Prasugrel vs. Clopidogrel hin.8 Die Investigator-initiierte Studie PREMIUM aus Japan mit mehr als 2.000 Personen untersuchte die Prasugrel-Monotherapie vs. DAPT (beide über 12 Monate) und soll neue Impulse für die optimale antithrombotische Therapie nach ACS geben.

EPIDAURUS: Antithrombotische Therapie bei VHF und ACS nach PCI

Die deutsch-österreichische Studie EPIDAURUS adressierte das schwierig zu behandelnde Kollektiv von Personen mit VHF und ACS. In diesem Patientenkollektiv hat sich die duale antithrombotische Therapie mit DOAK und Clopidogrel etabliert, da zusätzliches ASS das Blutungsrisiko deutlich erhöht. Allerdings sind schätzungsweise rund ein Drittel der Patientinnen und Patienten Clopidogrel-Non-Responder und daher nicht ausreichend vor ischämischen Ereignissen geschützt. EPIDAURUS ging der Frage nach, ob die Intensivierung der P2Y12-Hemmung mit Prasugrel oder Ticagrelor über 4 Wochen und anschließender Deeskalation auf Clopidogrel Vorteile bringt gegenüber der etablierten Therapie. Dabei wurde die Überlegenheit wurde der Wirksamkeit (Gesamtmortalität, Myokardinfarkt, Stentthrombose, ischämischer Schlaganfall, systemische Thromboembolie und Revaskularisation) und die Nicht-Unterlegenheit der Sicherheit (Tod und schwere Blutungen) überprüft.

LIBREXIA-ACS, PREMIUM und EPIDAURUS werden in der Session Hot Line 3 am Samstag, dem 29.08.2026, vorgestellt.

Weitere Hot Lines: AIR-STEMI, TRIC-I-HF und PVI-SHAM-AF

AIR-STEMI: FFR vs. Angiografie bei Mehrgefäßerkrankungen

Die multizentrische Studie AIR-STEMI mit rund 1.800 Personen soll das Management von Non-Culprit-Läsionen bei Mehrgefäßerkrankungen verbessern. Für die Entscheidung, welche Non-Culprit-Läsionen behandelt werden müssen, wurde die Überlegenheit der fraktionellen Flussreserve (FFR) gegenüber der konventionellen Angiografie untersucht. Primärer Wirksamkeitsendpunkt war der Komposit aus Mortalität, zerebrovaskulären Ereignissen, Reinfarkten oder ischämiebedingten Revaskularisationen und primärer Sicherheitsendpunkt war kontrastmittelinduziertes akutes Nierenversagen sowie schwere Blutungen über 18 Monate. Die Nutzung der FFR könnte die Strategie der vollständigen Revaskularisation vereinfachen und zugleich eine stärker individualisierte Therapie ermöglichen.

TRIC-I-HF: Interventionen der Trikuspidalklappe bei Herzinsuffizienz

Der Benefit von zusätzlichen Trikuspidalklappen-Interventionen gegenüber der optimalen medikamentösen Therapie wurde in der bundesweiten DZHK-geförderten Studie TRIC-I-HF untersucht. Eingeschlossen wurden 360 Patientinnen und Patienten mit symptomatischer Herzinsuffizienz aufgrund einer hochgradigen Trikuspidalklappeninsuffizienz. Als Outcomes wurden u.a. Gesamtmortalität und Herzinsuffizienz-Hospitalisierungen über insgesamt 3 Jahre erfasst. Die Ergebnisse dieser Studie sollen die Leitlinien für das Management von Herzklappenerkrankungen beeinflussen. 

PVI-SHAM-AF: Pulmonalvenenisolation – mehr als nur Placebo?

Die pulmonale Venenisolation (PVI) ist das etablierte Standardverfahren für die Symptomkontrolle bei paroxysmalem VHF mittels Radiofrequenzablation, Kryoablation oder Pulsed-Field-Ablation. In früheren klinischen Studien war zwar eine signifikante Verbesserung der Lebensqualität durch PVI nachweisbar, allerdings waren die Effekte auf harte klinische Endpunkte teilweise widersprüchlich. Zuletzt hatte SHAM-PVI die Ablation als effektive VHF-Therapie bestätigt. Jetzt soll PVI-SHAM-AF erneut prüfen, ob die Verbesserungen der Lebensqualität nur auf Placebo-Effekte zurückzuführen sind. Insgesamt erhielten 260 Personen mit VHF und PVI-Indikation aus 9 Zentren in Deutschland und Polen randomisiert eine PVI oder eine Schein-Intervention (Sham). Als primärer Endpunkt wurden Änderungen der Lebensqualität (AFEQT-Summenscore) nach 6 Monaten erfasst. Studienleiter Prof. Rolf Wachter (Leipzig) wird in Kürze beantworten, ob die Evidenz der PVI weiter gestärkt werden konnte.

AIR-STEMI wird in Hot Line 4 am Samstag, dem 29.08.2026, TRIC-I-HF in Hot Line 7 und PVI-SHAM-AF in Hot Line 8, jeweils am Sonntag, dem 30.08.2026, vorgestellt.

Weitere Highlights und neue ESC-Guidelines

Neben den Highlights der 12 Hot Line Sessions werden viele weitere spannende Studien und Analysen in 30 Late-Breaking Sessions auf dem ESC Congress 2026 vorgestellt, darunter eine Subanalyse zu DEDICATE-DZHK6 (TAVI vs. OP), TAVI PCI (zeitlicher Ablauf von TAVI und PCI) sowie mehrere innovative Therapien zur dauerhaften LDL-C- oder Lp(a)-Senkung, wie u. a. die Gentherapie CTX310 oder die neuartige siRNA Kylo-11, die den Lp(a)-Spiegel nach einmaliger Gabe bis zu 12 Monate lang senken soll. Darüber hinaus werden folgende Guidelines präsentiert:

 

  • 2026 ESC Guidelines for the Management of Cardiovascular Disease and Chronic Kidney Disease
  • 2026 ESC Guidelines for the Management of Heart Failure
  • 2026 ESC Guidelines on Cardiac Rehabilitation
  • 5th Universal Definition of Myocardial Infarction

 

Wie gewohnt werden wir auf Herzmedizin.de ausführlich über alle wichtigen Studien, ESC-Leitlinien und vieles andere mehr berichten. Hier finden Sie demnächst Studienbeiträge, Interviews und Expertenmeinungen: Berichterstattung ESC-Kongress 2026

Referenzen

  1. 2024 ESC Guidelines for the management of atrial fibrillation developed in collaboration with the European Association for Cardio-Thoracic Surgery (EACTS): Developed by the task force for the management of atrial fibrillation of the European Society of Cardiology (ESC), with the special contribution of the European Heart Rhythm Association (EHRA) of the ESC. Endorsed by the European Stroke Organisation (ESO). Eur Heart J. 2024 Sep 29;45(36):3314-3414. doi: 10.1093/eurheartj/ehae176. PMID: 40622753.
  2. https://ionispharmaceuticalsinc.gcs-web.com/news-releases/news-release-details/update-cardio-ttransform-phase-3-trial-eplontersen-adults?
  3. https://ir.cytokinetics.com/press-releases/press-release-details/2026/Cytokinetics-Announces-Positive-Topline-Results-from-ACACIA-HCM-the-Pivotal-Phase-3-Clinical-Trial-of-Aficamten-in-Patients-with-Non-Obstructive-Hypertrophic-Cardiomyopathy/default.aspx
  4. Bonnet F et al. Discontinuation of statins for primary prevention of atherosclerotic cardiovascular disease in adults aged 75 years or older (SAGA/SITE): a multicentre, open-label, pragmatic, non-inferiority randomised trial. Lancet Healthy Longev. 2027 Jun 30:100884. doi: 10.1016/j.lanhl.2026.100884. 
  5. Authors/Task Force Members; ESC Committee for Practice Guidelines (CPG); ESC National Cardiac Societies. 2019 ESC/EAS guidelines for the management of dyslipidaemias: Lipid modification to reduce cardiovascular risk. Atherosclerosis. 2019 Nov;290:140-205. doi: 10.1016/j.atherosclerosis.2019.08.014. Epub 2019 Aug 31.
  6. https://www.novonordisk.com/content/nncorp/global/en/news-and-media/news-and-ir-materials/news-details.html?id=916587
  7. https://news.bms.com/news/details/2025/Update-on-Phase-3-Librexia-ACS-Trial/default.aspx
  8. Watanabe H et al. Effect of 1-Month Dual Antiplatelet Therapy Followed by Clopidogrel vs 12-Month Dual Antiplatelet Therapy on Cardiovascular and Bleeding Events in Patients Receiving PCI: The STOPDAPT-2 Randomized Clinical Trial. JAMA. 2019 Jun 25;321(24):2414-2427. doi: 10.1001/jama.2019.8145.
  9. Maqsood MH et al. Efficacy and Safety of Prasugrel, Ticagrelor, or Clopidogrel After Percutaneous Coronary Intervention: A Systematic Review and Meta-Analysis. JAMA Cardiol. 2026 May 27:e261128. doi: 10.1001/jamacardio.2026.1128.

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