Ein besonderer Schwerpunkt des Kongresses lag auf aktuellen, noch laufenden Studien. Diskutiert wurden unter anderem bereits publizierte Projekte wie „Single Shot Champion“, ADVENT und TAILORED-AF sowie große nationale und internationale Studien. Dazu zählte die deutsche CABA-HFpEF-Studie, die den Stellenwert der Katheterablation bei Vorhofflimmern bei Patientinnen und Patienten mit HFpEF untersucht. Ebenfalls im Mittelpunkt stand PROFID-EHRA, eine groß angelegte randomisierte Studie zur Frage, ob die klassischen Indikationen zur ICD-Implantation zur Primärprävention des plötzlichen Herztodes bei KHK noch zeitgemäß sind. International sorgte die amerikanische REACT-Studie für Aufmerksamkeit, die eine ereignisbasierte, an Wearables gekoppelte Antikoagulation bei Vorhofflimmern prüft.
Credit: DGK / Thomas Hauss
Beachtung fanden auch gesundheitspolitische Veränderungen, die das Jahr 2025 geprägt haben. Hier waren es die neue Vergütungsmodelle und Hybrid-DRGs, die intensiv diskutiert wurden. Die politischen Aspekte wurden dabei unter anderem in der gemeinsamen Sitzung „Panta rhei - Gesundheitsversorgung im Wandel“, behandelt und der „Same day Discharge“ war das rhythmologische Hauptthema in der „Great Debate“. Weitere Hot Topics waren die Klappenerkrankungen, die im Kontext der neuen ESC-Leitlinien beleuchtet wurden, sowie der Einsatz von Künstlicher Intelligenz, der zwischen großen Erwartungen und Skepsis eingeordnet wurde. In den Grundlagenwissenschaften standen insbesondere der Kardiometabolismus und die Pathophysiologie der HFpEF im Mittelpunkt.
Die DGK-Herztage 2025 boten den Besuchern einen umfassenden Überblick über aktuelle Studien, technologische Innovationen und strukturelle Veränderungen und setzen zugleich ein klares Signal für Zusammenarbeit und Vernetzung in der Kardiologie.