Der DGK. Kardiale Bildgebung überzeugt durch sein multi-modales Konzept. Echokardiographie, CT und MRT werden nicht isoliert betrachtet, sondern in ihrem Zusammenspiel für Diagnostik, Risikostratifizierung und Therapieentscheidungen diskutiert. Einen besonderen Stellenwert nahm im vergangenen Jahr erneut die Echokardiographie ein, zu der viele anschauliche Live-Demonstrationen angeboten wurden.
Inhaltlich standen unter anderem die arrhythmogene Mitralklappe, die Diagnostik bei Angina und Ischämie ohne Koronarobstruktion sowie sportkardiologische Fragestellungen im Fokus. Großen Zuspruch fanden zudem Sitzungen zur Kosten-Effizienz und zum klinischen Nutzen der verschiedenen Bildgebungsverfahren – ein Thema von wachsender Bedeutung angesichts steigender Anforderungen an eine evidenzbasierte und ressourcenschonende Versorgung.
Ein wichtiger Meilenstein war die Durchführung eines Grund- und eines Aufbaukurses für die CT-Weiterbildung, die für die Zusatzqualifikation K-CT der DGK angerechnet werden können. Dies gilt auch für den am Kongress angebotenen Level 1 MRT-Kurs für die Zusatzqualifikation K-MRT. Damit wurde dem hohen Bedarf an strukturierter Weiterbildung und Qualitätssicherung in der Schnittbildgebung Rechnung getragen. Ein besonderer Höhepunkt war zudem die Keynote Lecture der designierten EACVI-Präsidentin Prof. Denisa Muraru.
Der 7. Deutsche Echokardiographie-Kongress (DEK) bestätigte auch 2025 seine Rolle als zentrale Plattform für den kardiovaskulären Ultraschall. Der Auftakt erfolgte mit einem interaktiven Anwendungskurs, in dem praktische Herausforderungen der Bildakquisition und Quantifizierung, etwa bei Aortenklappenstenosen, im Mittelpunkt standen.
Das wissenschaftliche Programm spannte anschließend einen breiten Bogen: von neuen echokardiographischen Parametern über kontrovers diskutierte Therapieansätze, beispielsweise beim Trikuspidalklappen-Clipping, bis hin zur Quantifizierung von kombinierter Trikuspidalklappen- und Pulmonalklappeninsuffizienz. Praktische Seminare, Quiz-Formate und lebhafte Diskussionen zu Themen wie LV-Deformation, 3D-Echokardiographie, Kontrast- und Stress-Echo sowie zur Bildgebung bei LVAD-Patienten sorgten für einen starken Praxisbezug.
Besondere Akzente setzten die Sitzungen zur Notfall-Echokardiographie sowie die Ehrenlecture von Prof. Victoria Delgado, Präsidentin der European Association of Cardiovascular Imaging (EACVI). Zum Abschluss rückten Fehlerquellen in der Echokardiographie und der zunehmende Einfluss Künstlicher Intelligenz in den Fokus – ein Themenfeld, das intensiv und kritisch diskutiert wurde. Ein Hybrid-Symposium zu „Mixed and Multiple Valvular Heart Disease“ ermöglichte darüber hinaus auch eine virtuelle Teilnahme.
Parallel zum wissenschaftlichen Programm wurden ein Grund- und ein Aufbaukurs Echokardiographie angeboten, um insbesondere Ärztinnen und Ärzten in der Weiterbildung einen strukturierten Zugang zu Basis- und vertiefenden Kenntnissen zu eröffnen.
Beide Kongresse verdeutlichten eindrucksvoll, dass die kardiale Bildgebung nur im Zusammenspiel von fundierter Ausbildung, kontinuierlicher Qualitätssicherung und wissenschaftlicher Weiterentwicklung ihr volles Potenzial entfalten kann.
Mit dem DGK. Kardiale Bildgebung und dem Deutschen Echokardiographie-Kongress hat die DGK 2025 erneut zwei Formate angeboten, die sowohl Spezialistinnen und Spezialisten als auch den Nachwuchs gezielt ansprechen und die Weiterentwicklung der kardiologischen Bildgebung nachhaltig fördern.