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3 Fragen an den Sprecher der AGEP

DGK Jahresbericht 2025 | Professor Andreas Rillig, Sprecher der AGEP, beantwortet 3 Fragen zu den Schwerpunkten seiner Amtszeit, die Herausforderungen auf dem Gebiet der Rhythmologie und die Rolle der AGEP innerhalb der DGK.

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Von:

Meliha Eslem Yilmaz

DGK-Redaktion

 

02.04.2026

Fachliche Positionierung schärfen

HERZMEDIZIN: Welche inhaltlichen oder strukturellen Schwerpunkte möchten Sie in Ihrer Amtszeit innerhalb der AGEP setzen?


Rillig: Ein zentraler Schwerpunkt meiner Amtszeit liegt im Ausbau strukturierter Fortbildungsangebote für die Mitglieder der AGEP, insbesondere für junge, an der Rhythmologie interessierte Kolleginnen und Kollegen. Darüber hinaus soll das Kongressangebot weiterentwickelt werden, vor allem im Rahmen der Deutschen Rhythmus Tage. Ein weiteres wichtiges Anliegen ist die Stärkung der Kooperationen mit nationalen und internationalen Arbeitsgruppen sowie Fachgesellschaften. Insgesamt soll die fachliche Positionierung der AGEP innerhalb der DGK weiter geschärft und sichtbar ausgebaut werden.

Zur Person

Prof. Dr. Andreas Rillig

Prof. Dr. Andreas Rillig ist Oberarzt und stellvertretender Bereichsleiter Rhythmologie am Universitären Herz- und Gefäßzentrum Hamburg. Er ist außerdem Sprecher der AGEP.

Prof. Dr. Andreas Rillig Prof. Dr. Andreas Rillig

Die Rhythmologie im dynamischen Wandel

HERZMEDIZIN: Welche Herausforderungen sehen Sie aktuell auf dem Gebiet der Rhythmologie – und welche Chancen ergeben sich daraus für die AGEP?


Rillig: Die Rhythmologie befindet sich aktuell in einem dynamischen Wandel, geprägt durch zahlreiche technologische Entwicklungen – von neuen Energieformen bis hin zum zunehmenden Einsatz künstlicher Intelligenz. Diese Innovationen erfordern eine fundierte Einordnung und einen verantwortungsvollen Einsatz in der klinischen Praxis. Gleichzeitig eröffnet die Einführung der Hybrid-DRG neue Möglichkeiten, elektrophysiologische Eingriffe auch ambulant oder in ambulanten Settings durchzuführen. Auch sogenannte Same-Day-Discharge-Prozeduren, beispielsweise im Rahmen der Katheterablation von Vorhofflimmern, stellen Kliniken vor organisatorische Herausforderungen, bieten jedoch zugleich Chancen zur Prozessoptimierung und zu einem effizienteren Einsatz personeller Ressourcen.


HERZMEDIZIN: Wie kann die AGEP aus Ihrer Sicht den fachlichen Austausch fördern und ihre Rolle innerhalb der DGK weiter stärken?


Rillig: Der fachliche Austausch kann durch die Etablierung regelmäßiger, strukturierter Formate wie „Fall des Monats“, „EP Snapshot“ oder themenspezifischer Diskussionsforen gezielt gefördert werden. Ergänzend dazu ist ein Ausbau des Austauschs auf Kongressebene vorgesehen. Ein weiterer Fokus liegt auf der gezielten Nachwuchsarbeit, insbesondere durch die Einbindung junger oder angehender Elektrophysiologinnen und Elektrophysiologen mittels Mentoring-Programmen, On-Site-Ausbildungsformaten und einer verbesserten Sichtbarkeit von Young EPs. Darüber hinaus soll die AGEP ihre Rolle innerhalb der DGK durch eine proaktive inhaltliche Positionierung zu aktuellen wissenschaftlichen und gesundheitspolitischen Themen wie PFA, Same-Day-Discharge und Hybrid-DRG weiter stärken.

Die DGK im Jahr 2025

Neben den zahlreichen Artikeln auf Herzmedizin.de, die einen tiefen Einblick in die vielseitigen Tätigkeiten der Fachgesellschaft geben, finden Sie hier die Daten und Fakten zur Mitgliederentwicklung, Kooperationen, das Protokoll der Mitgliederversammlung sowie Listen der Gremienmitglieder und mehr handlich als PDF-Datei zum Download. 

 

 

Deckblatt DGK Jahresbericht 2025