HERZMEDIZIN: Welche Anliegen und Perspektiven des Assistenz- und Pflegepersonals möchten Sie in Ihrer Rolle als Sprecherin der Sektion 1 besonders sichtbar machen?
Niehaus: Ein zentrales Anliegen ist es, die rund neun Berufsgruppen im Assistenz- und Pflegebereich wissenschaftlich zu vernetzen und die interprofessionelle Zusammenarbeit nachhaltig zu stärken. Dabei sollen Aufklärung, Sichtbarkeit und Verständnis in den verschiedenen Einrichtungen gefördert werden und gleichzeitig deutlich gemacht werden, wie wertvoll Investitionen in das Personal von Pflege und Assistenz sind, sowohl für die Qualität der Patientenversorgung als auch für die Stabilität des gesamten Gesundheitssystems.
HERZMEDIZIN: Wie kann die Sektion 1 aus Ihrer Sicht zu einer besseren interprofessionellen Zusammenarbeit in der Kardiologie beitragen?
Niehaus: Die Sektion 1 kann die interprofessionelle Zusammenarbeit in der Kardiologie entscheidend stärken, indem sie unter dem Dach der DGK die gelebte Realität aller Berufsgruppen im Klinikalltag widergespiegelt. Sie versteht sich als zentraler Anlaufpunkt für den nationalen und internationalen Austausch von Pflege- und Assistenzkräften. Durch unsere wissenschaftliche Arbeit schafft die S1 die Basis für gemeinsame Leitlinien und Fortbildungsangebote, die gezielt die interprofessionelle Zusammenarbeit zwischen allen Berufsgruppen stärken.
HERZMEDIZIN: Welche Wünsche oder Ziele haben Sie für die Weiterentwicklung der Sektion 1 innerhalb der DGK?
Niehaus: Mein Wunsch für die Weiterentwicklung der S1 innerhalb der DGK ist eine vollwertige Mitgliedschaft, die die gelebte Realität unseres Berufsalltags widerspiegelt: Pflege, Assistenz und medizinische Fachgruppen unter einem Dach vereint. Ziel ist es, die Sichtbarkeit der S1 national wie international zu stärken, die Vernetzung innerhalb Deutschlands auszubauen und die unterschiedlichen wissenschaftlichen Perspektiven zusammenzuführen, um Therapien ganzheitlich zu betrachten und die interprofessionelle Zusammenarbeit nachhaltig zu fördern.