Im Jahr 2002 wurde Thomas Wieland auf die W3 Professur für Experimentelle Pharmakologie an der Medizinischen Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg berufen, wo er das Institut für Experimentelle und Klinische Pharmakologie und Toxikologie leitete. Ab 2007 führte er das Institut als geschäftsführender Direktor, und mit der Gründung des European Center for Angioscience (ECAS) im Jahr 2018 integrierte er sein Fach in eine transdisziplinäre inter und intrafakultäre Forschungseinheit, in der er die Abteilung für Experimentelle Pharmakologie verantwortete. Im wissenschaftlichen Fokus seines Schaffens standen die G Protein vermittelte Signaltransduktion und ihre Bedeutung für kardiovaskuläre Funktionen und Erkrankungen. Durch sein umfangreiches Forschungswerk, das sich über vier Jahrzehnte erstreckte, leistete Wieland einen entscheidenden Beitrag zum Verständnis zellulärer Mechanismen, die für Herz und Gefäßkrankheiten von zentraler Bedeutung sind.
Neben seiner herausragenden Forschung blieb Wieland der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses stets verpflichtet. Seit 2015 war er Studiendekan der Medizinischen Fakultät Mannheim, eine Position, in der er mit großer Verbundenheit zur Lehre und mit klarem Blick für anspruchsvolle Ausbildungsstrukturen die Ausbildung der Ärztinnen und Ärzte der Zukunft gestaltete. Die DGK würdigt Prof. Wieland nicht nur als exzellenten Wissenschaftler, sondern auch als engagiertes Mitglied in der Fachgesellschaft. Bereits 2003 wurde er mit dem Albert Fraenkel Preis der DGK ausgezeichnet, eine Anerkennung, die seine besonderen Leistungen im Bereich der kardiovaskulären Pharmakologie unterstrich. Unter anderem engagierte er sich in der Kommission für wissenschaftliche Qualität, in der Kommission für Wahlvorschläge und in der Kommission für experimentelle Kardiologie und war mehrere Jahre als Gutachter der DGK tätig.
Die DGK würdigt einen herausragenden Wissenschaftler und einen engagierten Förderer der kardiovaskulären Forschung. Wir werden sein Wirken in dankbarer Erinnerung bewahren und dem umfassenden wissenschaftlichen Vermächtnis, das er hinterlässt, weiterhin verpflichtet bleiben.