Brennende Kerzen mit Blumen

Nachruf auf Prof. Dr. rer. nat. Thomas Wieland (14. September 1960 bis 27. Juli 2025)

DGK Jahresbericht 2025 | Die DGK nimmt Abschied von Prof. Dr. Thomas Wieland, der am 27. Juli 2025 im Alter von 64 Jahren nach schwerer Krankheit verstarb. Sein Tod ist ein großer Verlust für die kardiovaskuläre Forschung, die pharmakologische Wissenschaft und die medizinische Lehre in Deutschland und darüber hinaus.

Bildquelle (Bild oben): CeltStudio/Shutterstock.com

Von:

Larissa Esch

DGK-Redaktion

 

02.04.2026

Prof. Dr. rer. nat. Thomas Wieland

Thomas Wieland wurde am 14. September 1960 in Karlsruhe geboren und entwickelte früh eine Leidenschaft für Naturwissenschaften, die ihn zu einem bedeutenden Pharmakologen seiner Generation machte. Nach seinem Studium der Pharmazie, an das sich eine Promotion anschloss, arbeitete er als Post Doc unter anderem an der Universität Heidelberg und der Universität Duisburg Essen. Er prägte das Gebiet der pharmakologischen Signaltransduktion über Jahrzehnte durch zahlreiche wegweisende Beiträge. 

Portrait von Thomas Wieland Portrait von Thomas Wieland

Im Mittelpunkt: die G-Protein-vermittelte Signaltransduktion

Im Jahr 2002 wurde Thomas Wieland auf die W3 Professur für Experimentelle Pharmakologie an der Medizinischen Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg berufen, wo er das Institut für Experimentelle und Klinische Pharmakologie und Toxikologie leitete. Ab 2007 führte er das Institut als geschäftsführender Direktor, und mit der Gründung des European Center for Angioscience (ECAS) im Jahr 2018 integrierte er sein Fach in eine transdisziplinäre inter  und intrafakultäre Forschungseinheit, in der er die Abteilung für Experimentelle Pharmakologie verantwortete. Im wissenschaftlichen Fokus seines Schaffens standen die G Protein vermittelte Signaltransduktion und ihre Bedeutung für kardiovaskuläre Funktionen und Erkrankungen. Durch sein umfangreiches Forschungswerk, das sich über vier Jahrzehnte erstreckte, leistete Wieland einen entscheidenden Beitrag zum Verständnis zellulärer Mechanismen, die für Herz  und Gefäßkrankheiten von zentraler Bedeutung sind. 

Engagement in den Kommissionen der DGK

Neben seiner herausragenden Forschung blieb Wieland der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses stets verpflichtet. Seit 2015 war er Studiendekan der Medizinischen Fakultät Mannheim, eine Position, in der er mit großer Verbundenheit zur Lehre und mit klarem Blick für anspruchsvolle Ausbildungsstrukturen die Ausbildung der Ärztinnen und Ärzte der Zukunft gestaltete. Die DGK würdigt Prof. Wieland nicht nur als exzellenten Wissenschaftler, sondern auch als engagiertes Mitglied in der Fachgesellschaft. Bereits 2003 wurde er mit dem Albert Fraenkel Preis der DGK ausgezeichnet, eine Anerkennung, die seine besonderen Leistungen im Bereich der kardiovaskulären Pharmakologie unterstrich. Unter anderem engagierte er sich in der Kommission für wissenschaftliche Qualität, in der Kommission für Wahlvorschläge und in der Kommission für experimentelle Kardiologie und war mehrere Jahre als Gutachter der DGK tätig. 


Die DGK würdigt einen herausragenden Wissenschaftler und einen engagierten Förderer der kardiovaskulären Forschung. Wir werden sein Wirken in dankbarer Erinnerung bewahren und dem umfassenden wissenschaftlichen Vermächtnis, das er hinterlässt, weiterhin verpflichtet bleiben.

Die DGK im Jahr 2025

Neben den zahlreichen Artikeln auf Herzmedizin.de, die einen tiefen Einblick in die vielseitigen Tätigkeiten der Fachgesellschaft geben, finden Sie hier die Daten und Fakten zur Mitgliederentwicklung, Kooperationen, das Protokoll der Mitgliederversammlung sowie Listen der Gremienmitglieder und mehr handlich als PDF-Datei zum Download. 

 

 

Deckblatt DGK Jahresbericht 2025