Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Versorgung, Forschung und der Krankenkassen diskutierten unter Leitung von Prof. Thomas Voigtländer, Deutsche Herzstiftung, und Dr. Norbert Smetak, BNK, welche Maßnahmen erforderlich sind, um die kardiologische Versorgung zukunftsfest zu gestalten.
Herz-Kreislauf-Erkrankungen führen nach wie vor zu den meisten Krankenhausaufnahmen und sind die häufigste Todesursache in Deutschland. Die koronare Herzkrankheit (KHK) verursachte laut Deutschem Herzbericht im Jahr 2022 rund 538.300 Klinikeinweisungen. Über 43.800 Menschen starben nach Angaben des Statistischen Bundesamtes im Jahr 2023 an einem Herzinfarkt – mit weiterhin hoher Sterblichkeit, auch in Ballungsräumen.
Der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Herzstiftung, Prof. Thomas Voigtländer, warnt: „Die aktuelle politische Situation und die Krankenhausreform darf im Fall von Schließungen von Kliniken oder Fachabteilungen auf keinen Fall zu Engpässen in der kardiologischen Versorgung führen. Für Herzpatienten muss – besonders in akuten Notsituationen – der Zugang zur kardiologischen Versorgung sichergestellt sein.“ Dr. Norbert Smetak, Bundesvorsitzender des BNK, betont: „Die Krankenhausreform bietet die einmalige Chance für eine zukunftsfähige und vor allem bedarfsgerechte Umgestaltung der ambulanten und stationären Versorgung, die den Bedürfnissen chronisch herzkranker Menschen gerecht wird.“