Die Gruppen waren weitgehend ausgeglichen und mit optimaler Therapie versorgt (inkl. ca. 64 % ARNI, 60 % SGLT2-I), mit einem Durchschnittsalter von 69 Jahren, 67 % Männern und 87 % NYHA-II-Patientinnen und -Patienten. Die Herzinsuffizienz war im Mittel seit 5 Jahren bekannt, die LVEF lag bei 40±11 %. Patientinnen und Patienten mit liberaler Flüssigkeitsaufnahme tranken im Median 1.764 ml/Tag, signifikant mehr als die 1.480 ml/Tag der restriktiven Gruppe (P < 0,001). 55,8 % hielten die Restriktion im Wesentlichen ein, während 87,6 % angaben, sich vollständig darangehalten zu haben.
Der primäre Endpunkt, KCCQ-OSS nach 3 Monaten, betrug 74,0 in der Gruppe mit liberaler Flüssigkeitsaufnahme gegenüber 72,2 in der Gruppe mit Flüssigkeitsrestriktion, mit einer adjustierten mittleren Differenz von 2,17 (95%KI[-0,06;4,39]; P=0,06).
Bei Patientinnen und Patienten mit liberaler Flüssigkeitsaufnahme waren der KCCQ Clinical Summary Score (KCCQ-CSS) und der KCCQ Total Symptom Score (KCCQ-TSS) nach 3 Monaten signifikant höher als bei Patientinnen und Patienten mit Flüssigkeitsrestriktion.
Es gab keine signifikanten Unterschiede zwischen den Gruppen hinsichtlich Mortalität, HF- oder Gesamtkrankenhausaufenthalten sowie der Anwendung intravenöser Schleifendiuretika. Die Win-Ratio-Analyse ergab nahezu gleiche Werte (Win-Ratio 0,99; 95%KI[0,53;1,84]; P=0,97). Akutes Nierenversagen trat bei 1,2 % (liberale Flüssigkeitsaufnahme) bzw. 1,6 % (Flüssigkeitsrestriktion) auf. Nach 3 und 6 Monaten unterschieden sich weder NT-proBNP-Werte noch das Körpergewicht signifikant. Auch die Änderungen in der Anwendung von oralen Schleifendiuretika oder anderer HF-Therapien zeigten keine relevanten Unterschiede zwischen den Gruppen über 6 Monate hinweg.