Brausetabletten können bei Bluthochdruck schaden – 5 Tipps für eine gute Vorbeugung

Nahrungsergänzungsmittel und Medikamente in Form von Brausetabletten enthalten meist viel Natrium. Patientinnen und Patienten mit Bluthochdruck sollten daher bei der Einnahme besonders vorsichtig sein. Herzmedizin.de gibt 5 Tipps, wie Sie Ihren Natriumhaushalt sicher regulieren können.

Von Tobias Kruse

 

17.01.2024


Bildquelle (Bild oben): iStock/nicoletaionescu

Dreiviertel der Deutschen nehmen regelmäßig Nahrungsergänzungsmittel zu sich. Meistens handelt es sich dabei um Vitamin-, Mineral-, Calcium- und Magnesium-Brausetabletten aus der Drogerie oder dem Supermarkt. Was fast niemand weiß: Damit sich Brausetabletten im Wasser auflösen, enthalten sie oft große Mengen Natrium. Natrium ist für den Körper wichtig, denn es hilft dabei, den Wasserhaushalt zu regulieren. Auch für die Aktivität von Muskeln, Herz und Nerven ist es unverzichtbar. Meist nehmen wir es in Form von Natriumchlorid, also Kochsalz, zu uns. Doch wenn man zu viel davon einnimmt, erhöht das den Blutdruck. Die schlimmsten Folgen können eine Koronare Herzkrankerkrankung (KHK) oder ein Schlaganfall sein.

 

Dreiviertel der Deutschen nehmen regelmäßig Nahrungsergänzungsmittel zu sich. Meistens handelt es sich dabei um Vitamin-, Mineral-, Calcium- und Magnesium-Brausetabletten aus der Drogerie oder dem Supermarkt. Was fast niemand weiß: Damit sich Brausetabletten im Wasser auflösen, enthalten sie oft große Mengen Natrium. Natrium ist für den Körper wichtig, denn es hilft dabei, den Wasserhaushalt zu regulieren. Auch für die Aktivität von Muskeln, Herz und Nerven ist es unverzichtbar. Meist nehmen wir es in Form von Natriumchlorid, also Kochsalz, zu uns. Doch wenn man zu viel davon einnimmt, erhöht das den Blutdruck. Die schlimmsten Folgen können eine Koronare Herzkrankerkrankung (KHK) oder ein Schlaganfall sein.

 

Natriumzufuhr ist durch Unwissenheit oft viel zu hoch

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) rät, dass man nicht mehr als 2 Gramm Natrium pro Tag zu sich nehmen soll. Das entspricht etwa 5 Gramm Kochsalz, bzw. einem Teelöffel. „In Deutschland liegt der durchschnittliche Wert aber weit darüber“, erklärt Prof. Ulrich Kintscher, Sprecher der AG Hypertonie der DGK. „Das liegt unter anderem an sogenannten versteckten Natriumquellen“. Das sind Nahrungsmittel und Präparate zum Einnehmen, bei denen nicht die nicht immer direkt zu erkennen ist, wie viel Natrium sie enthalten. Beispiele hierfür sind Wurst, Käse oder Ketchup – oder eben Brausetabletten.

 

Das Fatale dabei: Die Hersteller der Brausetabletten aus Drogerie und Supermärkten müssen rechtlich gesehen den Natriumwert nicht auf den Produkten angeben. Das macht es besonders schwierig, die Tageshöchstdosis Natrium einzuhalten. „Eine einzelne Vitamintablette enthält durchschnittlich 380 mg Natrium. Das deckt bereits rund 20 Prozent des täglichen Tagesbedarfs“, sagt Prof. Felix Mahfoud, Leitender Oberarzt der Klinik für Kardiologie des UKS. Aber auch Medikamente in Form von Brausetabletten, wie Schmerz- oder Erkältungsmittel enthalten mit durchschnittlich 450 mg viel Natrium. Zwar müssen die in der Packungsbeilage angegeben sein aber kaum jemand achtet darauf.

 

So reduzieren Sie Ihren Natriumkonsum

Um festzustellen, wie hoch der eigene Natriumwert im Körper ist, lohnt sich ein Besuch in der Hausarztpraxis. Dort kann man mit einer einfachen Blutuntersuchung feststellen, ob man selbst einen gesunden Natriumwert hat, oder nicht. Ohnehin empfiehlt es sich, einmal im Jahr ein umfassendes Blutbild machen zu lassen, um auch andere Mangelerscheinungen oder Überschüsse festzustellen.

 

Was können Sie jetzt schon tun, um Ihren Natriumhaushalt zu regulieren? Hier sind 5 praktische Tipps, die Sie bereits heute umsetzen können:

 

  1. Nicht nachsalzen. Auch wenn es manchen besser schmeckt, beim Essen zu Hause oder im Restaurant sollte man den Salzstreuer lieber stehen lassen. Mit der Zeit passen sich die Geschmacksknospen an. Was man vorher vielleicht als fade empfand, schmeckt dann immer besser.
  2. Versteckte Natriumquellen meiden. Wissen ist Macht, auch beim Natrium. Einige Lebensmittel mit viel Natrium haben wir schon benannt, darunter Wurst, Käse und Ketchup. Weitere sind Fischkonserven, Gemüsesäfte und Brot. Machen Sie sich schlau. Viele weitere Beispiele finden Sie im Internet oder können bei Ernährungsverbänden erfragt werden. Etwas kostspieliger aber sehr zielführend kann auch eine Ernährungsberatung sein.
  3. Keine Fertiggerichte kaufen. So verlockend und bequem es ist, nicht selbst kochen zu müssen: Fertiggerichte sollten nur in Ausnahmefällen verzehrt werden. Denn diese enthalten oft eine Menge Natrium und Kochsalz. Je mehr frische, unverarbeitete Lebensmittel man dabei für seine eigenen Gerichte verwendet, desto mehr Kontrolle hat man über den Natriumgehalt.
  4. Leitungswasser trinken. Das Beste für den Geldbeutel und die Umwelt ist es, sein Trinkwasser aus dem heimischen Wasserhahn zu beziehen – dann erspart man sich auch, die schweren Kisten zu schleppen. Soll es aber dennoch das gekaufte Mineralwasser sein, achten Sie darauf, dass es „natriumarm“ ist. Meist steht das Wort ausdrücklich auf der Verpackung. Falls nicht, achten Sie bei den Nährwertangaben darauf, dass der Na-Gehalt unter 20 Milligramm pro Liter liegt.
  5. Auf Brausetabletten verzichten. Falls es bisher noch nicht klar war: Ja, man sollte Brausetabletten lieber nicht kaufen, wenn man seine Natriumzufuhr reduzieren will. Stattdessen sollte man sich nach Medikamenten und Nahrungsergänzungsmittel in anderer Darreichungsform umsehen. Oft gibt es diese nämlich auch als Dragées, Kapseln, Schlucktabletten oder in flüssiger Form. In der Apotheke kann man sich beraten lassen.
Diese Seite teilen